Evonik Aktie: Umbruch wird konkret
Evonik erzielt prognosekonformes EBITDA, senkt Umsatzausblick für 2026 und erhöht Preise für Schlüsselprodukt. Zudem wird die Dividendenpolitik flexibler gestaltet.

- Bereinigtes EBITDA 2025 bei 1,87 Milliarden Euro
- Umsatzprognose für 2026 nach unten korrigiert
- Preise für MetAMINO® um 10 Prozent erhöht
- Neue, flexiblere Dividendenpolitik ab 2026
Evonik hat die Jahreszahlen 2025 vorgelegt und dabei nicht nur die Prognose erfüllt, sondern auch strukturelle Weichen neu gestellt. Während das bereinigte EBITDA mit 1,87 Milliarden Euro im Rahmen der Erwartungen lag, senkte der Konzern die Umsatzprognose für 2026, erhöhte die Preise für sein Schlüsselprodukt MetAMINO® um 10 Prozent und stellte die Dividendenpolitik auf neue Grundlagen. Der Konzernumbau geht in die finale Phase.
Zahlen erfüllt, Umsatzausblick nach unten
Der Umsatz sank 2025 um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA von 1,87 Milliarden Euro entsprach der Prognose von rund 1,9 Milliarden Euro. Die Cash-Conversion-Rate erreichte mit 37 Prozent das obere Ende der Zielspanne. Der Nettogewinn kletterte auf 265 Millionen Euro, nach 222 Millionen Euro im Vorjahr.
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Für 2026 hält Evonik an der EBITDA-Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest. Beim Umsatz wurde die Erwartung jedoch präzisiert: Das Management rechnet nun mit 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro – eine Anpassung nach unten, die die anhaltenden Belastungen in Teilen des Geschäfts widerspiegelt. Mittelfristig bleibt der Fokus auf einem Return on Capital Employed von 11 Prozent.
Preisoffensive bei MetAMINO®
Mit sofortiger Wirkung erhöht Evonik die Nettopreise für MetAMINO® (DL-Methionin 99 %, Futtermittelqualität) um 10 Prozent – weltweit und für alle Märkte. Bestehende Verträge werden eingehalten. Die Maßnahme zielt darauf ab, Margen in einem Umfeld zu stabilisieren, in dem Volumenwachstum zunehmend schwieriger wird.
Das Segment Advanced Technologies, zu dem das Tierernährungsgeschäft gehört, erzielte 2025 einen Umsatz von 5,9 Milliarden Euro. Es umfasst neben Futtermittelzusätzen auch Hochleistungspolymere, Wasserstoffperoxid und Silica.
Dividendenpolitik wird flexibler
Ab 2026 strebt Evonik eine jährliche Ausschüttung von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettogewinns an – ein Bruch mit der bisherigen Kontinuitätspolitik. Für 2025 schlägt der Vorstand als Übergang 1,00 Euro je Aktie vor, nach 1,17 Euro im Vorjahr. Die Hauptversammlung am 3. Juni 2026 wird darüber abstimmen.
Konzernumbau auf der Zielgeraden
Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made“ soll nach Abschluss 2026 jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro bringen. Etwa 80 Prozent entfallen auf Personalabbau. Weltweit sollen bis zu 2.000 Stellen gestrichen werden, davon rund 1.500 in Deutschland.
Seit April 2025 agiert Evonik in zwei Segmenten: „Custom Solutions“ und „Advanced Technologies“, jeweils mit rund 6 Milliarden Euro Jahresumsatz. Die verschlankte Struktur soll Entscheidungswege verkürzen.
Die Position des Finanzvorstands ist weiterhin unbesetzt – ein Punkt, der intern wie extern für Aufmerksamkeit sorgt. Am 8. Mai folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026.
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