Evonik Aktie: Unheilvolle Zeichen?
Die Investmentbank Berenberg hat ihr Kursziel für Evonik massiv auf 11,60 Euro reduziert und sieht erhebliches Abwärtspotenzial. Grund sind der anhaltende Margendruck durch den Methionin-Preisverfall und fehlende strategische Maßnahmen.

- Kursziel von Berenberg auf 11,60 Euro gesenkt
- Starker Margendruck durch Methionin-Preisverfall
- Analysten fordern radikale Geschäftsaufspaltung
- Mögliche Kürzung der Dividende im Raum
Die Investmentbank Berenberg lässt kein gutes Haar an Evonik. Das Votum bleibt auf “Sell”, das Kursziel wurde von 14,60 auf 11,60 Euro gekappt. Vom aktuellen Niveau aus bedeutet das ein weiteres Abwärtspotenzial von rund 13 Prozent. Die Begründung: gravierender Margendruck und fehlende strategische Weichenstellungen des Managements.
Die wichtigsten Fakten:
– Berenberg senkt Kursziel drastisch auf 11,60 Euro
– Anhaltender Preisverfall bei Methionin belastet operative Marge
– Analysten fordern radikale Schritte wie Geschäftsaufspaltung
– Dividendenkürzung steht im Raum
– Aktie notiert nahe Jahrestief bei 13,40 Euro
Methionin-Krise verschärft Margendruck
Im Zentrum der Kritik steht der dramatische Preisverfall beim Tierfutterzusatz Methionin. Die Berenberg-Analysten warnen, dass der Margendruck das operative Ergebnis (EBITDA) deutlich stärker belasten wird als vom Markt eingepreist. Besonders brisant: Ohne radikale Gegenmaßnahmen sehen die Experten kaum Kursfantasie. Gemeint sind etwa die Aufspaltung von Geschäftsbereichen oder substantielle Aktienrückkäufe.
Das Management beschränke sich bislang auf inkrementelle Anpassungen – für die Analysten zu wenig, um den Wert der Einzelteile zu heben. Als direkte Konsequenz der angespannten Ertragslage bringt Berenberg nun auch eine Dividendenkürzung ins Spiel. Eine Entscheidung, die auf der kommenden Hauptversammlung für Unruhe sorgen dürfte.
Deutsche Bank vorsichtiger, aber nicht negativ
Die Deutsche Bank zeigt sich zurückhaltender. Sie bestätigt ihr “Hold”-Rating und passt das Kursziel auf 13,00 Euro an. Damit signalisiert auch sie begrenztes Aufwärtspotenzial, sieht aber im Gegensatz zu Berenberg keinen akuten Verkaufsdruck auf dem aktuellen Niveau. Die Einschätzung reflektiert die schwierige Situation: Der Chemiesektor kämpft branchenweit mit strukturellen Problemen, die Diskrepanz zwischen zukunftsträchtigen Feldern und preissensitivem Basisgeschäft wird bei Evonik besonders deutlich.
Charttechnik: Kritische Unterstützung in Reichweite
Die Aktie hat seit dem Jahreshoch bei 22,26 Euro rund 40 Prozent an Wert verloren. Die jüngsten drei Monate verliefen seitwärts bis leicht schwächer – ein Bewegungsmuster, das manche als Bodenbildung interpretierten. Das neue Berenberg-Kursziel lässt diese Hoffnung nun wackeln. Kritisch wird es, sollte die Unterstützung bei rund 12,70 Euro nachgeben. Dann wäre der Weg in Richtung 11,60 Euro frei.
Alle Augen richten sich nun auf die kommenden Quartalszahlen. Investoren werden genau prüfen, ob der Vorstand dem Analystendruck nachgibt und umfassendere strategische Schritte ankündigt. Bis dahin bleibt die Evonik-Aktie eine Wette für risikobereite Anleger, die auf eine fundamentale Neubewertung setzen.
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