Evonik Aktie: Zahlen-Countdown im Mai
Evonik steht vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen am 8. Mai. Während Analysten ein schwächeres Ergebnis erwarten, zeigen Insiderkäufe und ein laufendes Sparprogramm Zuversicht.

- Quartalszahlen am 8. Mai als nächster Prüfstein
- Insider kaufen Aktien trotz CFO-Vakanz
- Sparprogramm soll 400 Millionen Euro jährlich einsparen
- Dividende sinkt, neue Ausschüttungsquote ab 2026
Insider kaufen, Analysten zweifeln — bei Evonik prallen gerade zwei gegensätzliche Signale aufeinander. Am 8. Mai folgen die Quartalszahlen, die zeigen, wie belastbar das Jahresziel wirklich ist.
Widersprüchliche Signale vor dem Q1-Test
Die Deutsche Bank erwartet für das erste Quartal ein EBITDA von 461 Millionen Euro — ein Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Wechselkurseffekte und sinkende Margen belasten das Ergebnis. Evonik selbst peilt einen Wert nahe dem dritten Quartal 2025 an, als 448 Millionen Euro erzielt wurden.
Indes schlägt der Konflikt am Persischen Golf für Evonik nicht nur negativ durch. Barclays sieht den Konzern im Methionin-Geschäft als Gewinner: Versorgungsengpässe setzen asiatische Produzenten unter Druck, globale Abnehmer weichen auf andere Quellen aus. Methionin-Preise steigen bereits in China und Europa.
Das Jahresziel bleibt: Das Management hält an einem bereinigten EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro fest. Rückenwind kommt vom Zollthema — rund 80 Prozent der in den USA verkauften Produkte stellt Evonik lokal her.
Insider kaufen, Dividende sinkt
Ausgerechnet jetzt greifen Führungskräfte zu. Vorstandsmitglieder Dr. Claudine Mollenkopf und Dr. Cornelius Baur kauften Aktien zu Kursen zwischen 16,30 und 16,50 Euro. Das ist ein bemerkenswertes Zeichen — der CFO-Posten ist seit September 2025 unbesetzt, und das Transformationsprogramm läuft auf Hochtouren.
Die Dividende für 2025 sinkt auf 1,00 Euro je Aktie, nach 1,17 Euro im Vorjahr. Ab 2026 gilt eine neue Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses. Künftige Zahlungen hängen damit direkt an der operativen Entwicklung.
Sparprogramm mit technischem Vorzeigeprojekt
Das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ läuft planmäßig. Bis Ende 2026 sollen jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro erreicht werden, verbunden mit dem Abbau von bis zu 2.000 Stellen.
Ein konkretes Ergebnis: In Herne nahmen Evonik und Uniper gemeinsam eine Hochtemperatur-Wärmepumpe in Betrieb. Die Anlage hebt Abwärme aus der Chemieproduktion auf bis zu 130 Grad Celsius an und speist sie ins Fernwärmenetz ein. Technisch ist das die erste Anlage dieser Art in Deutschland. Perspektivisch könnten weitere rund 20 MW Abwärme integriert werden. Das Projekt gilt als Blaupause für andere Standorte.
Zukäufe schließt das Management bis 2027 aus. Der Fokus liegt auf Schuldenabbau und dem Verkauf von Randbereichen. Am 3. Juni folgt die Hauptversammlung in Essen — dort steht neben der Dividendenabstimmung auch die Besetzung des vakanten CFO-Postens auf der Agenda.
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