Evotec Aktie: 100 Millionen aus Tubulis-Verkauf
Evotec verzeichnet rote Zahlen im ersten Quartal, sichert sich aber durch einen Anteilsverkauf Liquidität für den strategischen Umbau.

- Umsatzrückgang auf 156,6 Millionen Euro
- Geplanter Verkauf von Tubulis-Anteilen
- Rückstellungen von 75 Millionen Euro für Restrukturierung
- Berenberg hält an Kaufempfehlung fest
Evotec steckt tief im Umbau. Während das operative Geschäft im ersten Quartal rote Zahlen schrieb, soll ein millionenschwerer Anteilsverkauf die nötige Liquidität für die Neuausrichtung sichern. Das laufende Jahr wird damit zur Belastungsprobe für die Strategie des Hamburger Biotech-Unternehmens.
Der Umsatz sank im ersten Quartal auf 156,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 200 Millionen Euro. Das bereinigte Konzern-EBITDA rutschte mit minus 21,9 Millionen Euro deutlich in den negativen Bereich. Fehlende Einmaleffekte und ein schwaches Marktumfeld für frühe klinische Forschung belasten das Ergebnis.
Parallel dazu stützt eine geplante Veräußerung die Kasse. Evotec rechnet im laufenden zweiten Quartal mit einem Bruttoerlös von rund 100 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Anteilen an Tubulis. Diese Mittel sind fest für die Finanzierung des Konzernumbaus und die Absicherung der Bilanz eingeplant, die Ende März eine Liquidität von 444,8 Millionen Euro aufwies.
Sanierungsprogramm belastet kurzfristig
Das Strategieprogramm „Horizon“ bildet das Fundament für die angestrebte Profitabilität. Für die Reorganisation verbuchte das Unternehmen im ersten Quartal bereits Rückstellungen in Höhe von 75 Millionen Euro. Bis Ende 2027 sollen die jährlichen Kosten um denselben Betrag sinken.
Etwa ein Viertel dieser Einsparungen will das Management bereits im laufenden Geschäftsjahr realisieren. Ziel ist eine schlankere Struktur, die weniger kapitalintensiv arbeitet als das bisherige Modell.
Trotz der finanziellen Restrukturierung meldet die operative Ebene Fortschritte. In der Kooperation mit Almirall wurde ein erster präklinischer Entwicklungskandidat für die medizinische Dermatologie nominiert. Hinzu kommen neue Fördermittel der Gates Foundation für die Tuberkuloseforschung, welche die Relevanz der eigenen KI-Plattformen unterstreichen.
Analysten sehen Potenzial trotz Kursdruck
Die Investmentbank Berenberg hält an ihrer Kaufempfehlung fest, senkte das Kursziel jedoch leicht auf 9,40 Euro. Experten werten das aktuelle Niveau als Einstiegschance, sofern die Umsetzung des Sanierungsprogramms wie geplant voranschreitet. Die Aktie notiert derzeit bei 4,74 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert verloren.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte der Vorstand die Prognose. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 700 und 780 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von bis zu 40 Millionen Euro. Die Geschäftsführung setzt darauf, dass greifende Sparmaßnahmen und eine Markterholung in der zweiten Jahreshälfte die Wende einleiten. Am 15. Mai 2026 bleibt die Stabilisierung des finanziellen Profils die zentrale Aufgabe.
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