Evotec Aktie: 50 Prozent Potenzial
Eine neue Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg mit Kursziel 10 Euro und ein charttechnischer Ausbruch bringen frischen Schwung für den Hamburger Wirkstoffforscher.

- Berenberg-Start mit Kaufempfehlung und 10-Euro-Ziel
- Charttechnischer Ausbruch über die 200-Tage-Linie
- Strategische Neuausrichtung hin zu weniger Kapitalbindung
- Gespaltene operative Entwicklung in den Geschäftssegmenten
Ist die lange Durststrecke endlich vorbei? Der Hamburger Wirkstoffforscher meldet sich eindrucksvoll zurück, nachdem eine frische Analysteneinschätzung das Ende der Talfahrt proklamiert. Mit einem ambitionierten Kursziel und einem wichtigen technischen Ausbruch rücken die Papiere wieder positiv in den Fokus.
Die Privatbank Berenberg lieferte am Dienstag den entscheidenden Impuls. Analyst Christian Ehmann nahm die Bewertung von Evotec mit einer „Buy“-Empfehlung auf und nannte ein Kursziel von 10,00 Euro. Dies impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von über 50 Prozent. Die zentrale These des Experten: Die niedrige Bewertung spiegele lediglich ein zyklisches Tief wider und keine strukturellen Probleme im Geschäftsmodell.
Charttechnik und Strategie
Anleger reagierten prompt auf diese Einschätzung. Die Aktie kletterte im XETRA-Handel um rund 9,5 Prozent auf 6,46 Euro. Damit gelang der Sprung über die charttechnisch relevante 200-Tage-Linie, die bei etwa 6,39 Euro verläuft – ein Signal, das technisch orientierte Marktteilnehmer oft als Trendwechsel interpretieren.
Fundamentaler Treiber bleibt die strategische Neuausrichtung hin zu einem kapitalärmeren Modell. Analysten werten den Transfer der Produktionsanlage J.POD 2 an Sandoz als Beleg dafür, dass das Management die Fixkosten erfolgreich flexibilisiert. Diese Maßnahmen sollen die Margen stabilisieren und das Unternehmen robuster gegen Marktschwankungen machen.
Licht und Schatten im Operativen
Trotz der neuen Zuversicht bleibt die operative Lage differenziert. Die jüngsten Daten zeigten eine klare Zweiteilung: Während das Segment „Just – Evotec Biologics“ im ersten Halbjahr 2025 um 16 Prozent wuchs, verzeichnete das klassische Forschungsgeschäft („Discovery“) einen Umsatzrückgang von 11 Prozent. Berenberg argumentiert jedoch, dass sich die Finanzierungsbedingungen im Biotech-Sektor stabilisiert haben, was die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen künftig wiederbeleben dürfte.
Der Fokus richtet sich nun auf die Nachhaltigkeit dieser Bewegung. Mit dem Ausbruch über die Marke von 6,40 Euro hat sich die Aktie Luft verschafft, doch der fundamentale Beweis muss im Geschäftsbericht am 08. April 2026 folgen. Dort wird sich zeigen, ob das in Aussicht gestellte bereinigte EBITDA von 30 bis 50 Millionen Euro tatsächlich erreicht wurde.
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