Evotec Aktie: 75 Millionen Euro Kostenabbau bis 2027

Evotec leitet radikalen Umbau ein: Neuer Aufsichtsratsvorsitz, Stellenabbau und Kostensenkungen sollen die Wende bis 2027 bringen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 17 Prozent
  • Dieter Weinand übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
  • Sparprogramm Horizon: 800 Stellen gestrichen
  • MAK Capital erhöht Druck auf Management

Evotec kämpft um das Vertrauen der Märkte. Nach einem schwierigen Halbjahr setzt das Management auf eine neue Führung und harte Sparmaßnahmen. Die Kernfrage: Reicht das Programm „Horizon“ aus, um die Profitabilität bis 2027 nachhaltig zu stabilisieren?

Die Aktie notiert aktuell bei 4,60 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 17 Prozent an Wert. Damit spiegelt der Kurs die allgemeine Skepsis im Biotechnologie-Sektor wider.

Technische Hürden und neue Führung

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Marktbeobachter sehen eine wichtige Unterstützung zwischen 3,50 und 4,00 Euro. Erst ein deutliches Überschreiten der 50-Tage-Linie bei 5,06 Euro würde den Abwärtstrend bremsen.

Dieter Weinand übernimmt nun den Vorsitz im Aufsichtsrat. Der erfahrene Pharma-Manager soll die strategische Wende begleiten. Er arbeitet dabei eng mit CEO Christian Wojczewski zusammen, um den Konzern neu auszurichten.

Fokus auf Profitabilität

Das Programm „Horizon“ bildet das Fundament für die Zukunft. Evotec will die Kosten bis Ende 2027 um jährlich 75 Millionen Euro senken. Dafür streicht das Unternehmen weltweit etwa 800 Stellen.

Der aktivistische Investor MAK Capital erhöht parallel dazu den Druck auf das Management. Im Fokus steht besonders die Tochter Just-Evotec Biologics. Investoren erhoffen sich hier schnellere Fortschritte beim Kerngeschäft und eine höhere operative Effizienz.

In der kommenden Handelswoche muss die Aktie die Marke von 4,50 Euro verteidigen. Gelingt dies, rückt die operative Umsetzung der Sparziele in den Vordergrund. Am Ende zählt für den Markt vor allem die nachhaltige Stabilisierung der Margen.

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