Evotec Aktie: Ernüchternder Ausblick
Evotec erreicht Jahresziele 2025, sieht 2026 jedoch als Übergangsjahr mit potenziell sinkendem Umsatz und schmalerem Ergebnis. Der Transformationsplan Horizon soll ab der zweiten Jahreshälfte greifen.

- Solide Jahreszahlen 2025 innerhalb der Prognose
- Konservative Umsatz- und EBITDA-Prognose für 2026
- Transformationsplan Horizon zielt auf Effizienzsteigerung
- Aktionärsdruck und Führungswechsel im Aufsichtsrat
Gute Zahlen für 2025 — und trotzdem Verkaufsdruck. Evotec hat die eigenen Jahresziele erreicht, doch der Markt schaut bereits auf 2026 und findet dort wenig Erfreuliches.
Mit einem Konzernumsatz von 788 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA von 41 Millionen Euro bewegten sich die finalen Geschäftszahlen solide innerhalb der eigenen Prognose. Hinter diesen Gesamtwerten verbirgt sich allerdings eine deutliche Zweiteilung: Das Kerngeschäft Discovery & Preclinical Development schrumpfte um 9 Prozent auf 529 Millionen Euro und schrieb operativ rote Zahlen. Die Biologics-Tochter Just – Evotec Biologics legte dagegen um 40 Prozent auf 259 Millionen Euro zu und lieferte den wesentlichen EBITDA-Beitrag.
Prognose bremst Erholungsphantasie
Das Management stuft 2026 offen als Übergangsjahr ein. Der Umsatz soll zwischen 700 und 780 Millionen Euro liegen — also potenziell unter dem Vorjahresniveau. Beim bereinigten EBITDA wird eine Spanne von 0 bis 40 Millionen Euro angepeilt. Verantwortlich für diese konservative Einschätzung sind anhaltende Schwäche im Markt für frühe Wirkstoffforschung sowie der Wegfall von Einmalzahlungen. Besonders das erste Halbjahr dürfte belastet bleiben, bevor neue Partnerschaften und Effizienzgewinne greifen sollen.
Dass der Kurs nach einem kurzen Plus von über 4 Prozent am Mittwoch heute wieder um rund 3,8 Prozent nachgibt, spiegelt diese Unsicherheit wider. Mit fast 46 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 8,32 Euro zeigt die Kursentwicklung, wie stark das Vertrauen in den mittelfristigen Wachstumspfad zuletzt gelitten hat.
Horizon, Aktivisten und neues Führungspersonal
Parallel läuft der Transformationsplan „Horizon“: Evotec will seine Standorte auf zehn Kernstandorte konsolidieren und bis Ende 2027 jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro erzielen. Bis 2030 strebt das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro an, für 2028 eine EBITDA-Marge von rund 20 Prozent.
Zusätzlichen Druck übt der aktivistische Aktionär MAK Capital aus, der eine schnellere Umsetzung der Transformation fordert und offenbar einen US-Börsengang der Biologics-Sparte ins Spiel bringt. Auf der Hauptversammlung am 11. Juni steht zudem ein Wechsel an der Aufsichtsratsspitze an: Industrieveteran Dieter Weinand soll die scheidende Prof. Dr. Iris Löw-Friedrich ablösen.
Die Liquiditätsbasis von rund 476 Millionen Euro gibt dem Unternehmen Spielraum, den Umbau ohne unmittelbaren Finanzierungsdruck durchzuführen. Ob der „Horizon“-Plan die erhoffte Ergebnisbelebung in der zweiten Jahreshälfte 2026 tatsächlich liefert, wird der entscheidende Gradmesser für die Kurserholung sein.
Evotec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evotec-Analyse vom 9. April liefert die Antwort:
Die neusten Evotec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evotec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evotec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




