Evotec Aktie: Gewinnschock!

Der Drug-Discovery-Spezialist Evotec kürzt 800 Stellen und prognostiziert für 2026 einen massiven Gewinneinbruch, was zu einem historischen Kursrutsch führte.

Die Kernpunkte:
  • Jahresprognose weit unter Analystenerwartungen
  • Radikaler Stellenabbau von bis zu 800 Jobs
  • Kerngeschäft rutscht in die Verlustzone
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief

Ein radikaler Stellenabbau und eine Jahresprognose weit unter den Markterwartungen setzen Evotec massiv zu. Der Hamburger Drug-Discovery-Spezialist reagiert mit dem Transformationsprogramm „Horizon“ auf die anhaltende Schwäche im Kerngeschäft. Während das Management langfristig Besserung gelobt, reagieren Anleger angesichts des drohenden Gewinneinbruchs mit massiven Verkäufen.

Harter Einschnitt und enttäuschender Ausblick

Das eigentliche Problem für den Kapitalmarkt ist nicht die strategische Neuausrichtung an sich, sondern die bittere Realität des angelaufenen Geschäftsjahres. Für 2026 rechnet Evotec mit einem bereinigten EBITDA von lediglich null bis 40 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld durchschnittlich knapp 81 Millionen Euro erwartet. Auch der prognostizierte Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro liegt unter dem vorläufigen Vorjahreswert.

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Um gegenzusteuern, implementiert Konzernchef Christian Wojczewski einen harten Sparkurs. Weltweit fallen bis zu 800 Stellen weg, das globale Netzwerk wird auf zehn Standorte reduziert und der Standort München komplett geschlossen. Bis Ende 2027 sollen so jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro realisiert werden. Diesem Vorhaben stehen jedoch zunächst Restrukturierungskosten von etwa 100 Millionen Euro für den Zeitraum bis 2028 gegenüber.

Zweigeteilte Bilanz treibt Kurs auf Tiefststand

Die Notwendigkeit dieses Schnitts zeigt ein Blick auf die vorläufigen Zahlen für 2025. Während das Biologics-Segment mit einem Umsatzplus von 40 Prozent auf 259 Millionen Euro glänzte, rutschte das Kerngeschäft der Wirkstoffforschung (Drug Discovery) mit einem bereinigten EBITDA von minus 12 Millionen Euro in die roten Zahlen.

Diese Diskrepanz zwischen den Geschäftsbereichen und die einkassierten Gewinnerwartungen führten an der Börse zu einem drastischen Abverkauf. Zum Wochenschluss fiel das Papier um weitere 3,58 Prozent und markierte bei 4,14 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Diskrepanz zwischen kurz- und langfristigen Zielen

Trotz der trüben kurzfristigen Aussichten gibt es aus dem Analystenlager vereinzelt Rückendeckung. Die Experten von RBC bestätigten ihre „Outperform“-Einstufung mit einem Kursziel von 10 Euro, da sie die mittelfristigen Ziele des Konzerns weiterhin als intakt bewerten. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen jedoch mit einer Untersuchung der US-Kanzlei Johnson Fistel bezüglich möglicher Investorenansprüche konfrontiert.

Evotec selbst hält an der Prognose fest, den Konzernumsatz bis 2030 auf über eine Milliarde Euro zu steigern und 2028 eine bereinigte EBITDA-Marge von 20 Prozent zu erreichen. Den nächsten konkreten Hinweis auf die operative Entwicklung liefert das Unternehmen am 8. April mit der Vorlage der finalen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

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