Evotec Aktie: Leerverkäufer drücken

Die Evotec-Aktie verliert trotz positiver Unternehmensmeldungen weiter an Boden. Ein Hedgefonds stockt seine Leerverkaufsposition auf, während charttechnisch die wichtige Unterstützung bei 6 Euro wackelt.

Die Kernpunkte:
  • Hedgefonds AHL Partners erhöht Leerverkaufsposition
  • Kurs trotz Förderung durch Gates-Stiftung unter Druck
  • Charttechnisch kritische Unterstützung bei 6 Euro
  • Positive Nachrichten verpuffen im Marktumfeld

Die Evotec Aktie gerät zur Wochenmitte massiv unter Druck und kämpft um eine psychologisch wichtige Unterstützung. Trotz jüngster positiver Unternehmensmeldungen wetten Hedgefonds verstärkt auf fallende Kurse und treiben das Papier an eine kritische charttechnische Schwelle. Können die Bullen die wichtige 6-Euro-Marke verteidigen?

AHL Partners erhöht Einsatz

Haupttreiber der aktuellen Kursschwäche sind negative Impulse aus den USA und neue Aktivitäten von Leerverkäufern. Nach dem US-Feiertagswochenende gaben die an der Nasdaq gelisteten ADRs deutlich nach und schlossen am Dienstag mit einem Minus von rund 5,5 Prozent bei 3,41 US-Dollar. Dieser Abgabedruck setzte sich im heutigen Xetra-Handel fort.

Parallel dazu bauen institutionelle Akteure ihre Wetten gegen das Hamburger Biotech-Unternehmen aus. Der Hedgefonds AHL Partners LLP erhöhte seine Netto-Leerverkaufsposition am 19. Januar von 0,71 Prozent auf 0,80 Prozent der ausstehenden Aktien. Diese Aufstockung signalisiert, dass spekulative Marktteilnehmer das Abwärtspotenzial noch nicht als erschöpft betrachten.

Positive Nachrichten verpuffen

Die Dominanz der Bären ist besonders auffällig, da sie einen eigentlich positiven Nachrichtenfluss überschattet. Erst am 8. Januar meldete Evotec eine erneute Förderung der Bill & Melinda Gates Foundation für die Tochter Just – Evotec Biologics. Auch der strategische Investor MAK Capital Fund LP nutzte die niedrigen Kurse und baute seine Beteiligung Mitte Januar auf über 5 Prozent aus.

Doch weder die Validierung der Technologieplattform durch die Gates-Stiftung noch der Vertrauensbeweis des Großaktionärs konnten den Kursrutsch bisher stoppen. Der Markt fokussiert sich momentan stark auf kurzfristige Risiken und ignoriert die Bewertungsperspektiven nach dem Verkauf der Toulouse-Sparte.

Charttechnik: Kritische Zone

Die Situation spitzt sich charttechnisch zu. Die Marke um 6,00 Euro fungiert als letzte Bastion der Käufer. Ein nachhaltiger Bruch dieser Unterstützung auf Tagesschlusskursbasis würde den Weg in Richtung 5,00 Euro ebnen. Für eine kurzfristige Aufhellung müsste der Kurs zügig den Widerstand bei 6,50 Euro zurückerobern. Entscheidend für die mittelfristige Richtung wird der kommende Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 sein, bei dem das Management den Nachweis erbringen muss, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung greifen.

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