Evotec Aktie: RBC sieht 10-Euro-Ziel
Evotec verzeichnet trotz schwacher Quartalszahlen und anhaltender Short-Positionen eine leichte Kurserholung. Analysten sind sich über den fairen Wert uneinig.

- Kursplus von 1,7 Prozent am Freitag
- Meldepflichtige Leerverkaufspositionen vorhanden
- Deutlich verschlechtertes EPS im ersten Quartal
- Analystenziele zwischen 4,50 und 10 Euro
Rund 38 Prozent unter dem Jahreshoch, aber in dieser Woche plötzlich mit Schwung: Evotec gewinnt am Freitag rund 1,7 Prozent auf 5,15 Euro — und rückt damit gleichzeitig ins Blickfeld der Leerverkäufer-Statistik.
Shortseller bleiben aktiv
Aktuelle Meldungen führen Evotec unter den Unternehmen mit meldepflichtigen Netto-Leerverkaufspositionen. Ab einer Schwelle von 0,5 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals greift die EU-Transparenzpflicht. Das anhaltende Short-Interesse signalisiert, dass Teile des Marktes weiter auf fallende Kurse setzen — oder bestehende Portfolios gegen Abwärtsrisiken absichern.
Kein Wunder, dass die Stimmung gespalten bleibt. Das EPS für das erste Quartal 2026 lag bei -0,69 Euro, nach -0,18 Euro im Vorjahresquartal — eine deutliche Verschlechterung. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten im Schnitt ein EPS von -0,67 Euro. Eine Dividende ist nicht geplant.
Analysten weit auseinander
Die Kursziele der Banken spiegeln die Unsicherheit direkt wider. Die Deutsche Bank hält an „Hold“ fest und sieht den fairen Wert bei 4,50 Euro — also unterhalb des aktuellen Kurses. RBC hingegen vergibt „Outperform“ mit einem Kursziel von 10,00 Euro, was das aktuelle Niveau nahezu verdoppeln würde.
Der Kurs selbst liegt mit 5,15 Euro bereits 6,5 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 4,83 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Plus von über elf Prozent zu Buche — wobei der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 8,32 Euro mit rund 38 Prozent noch erheblich ist.
Zwischen Erholung und Gegenwind
Das 52-Wochen-Tief von 4,14 Euro aus dem März liegt inzwischen gut 24 Prozent zurück. Die kurzfristige Erholung ist real — strukturell bleibt die Lage herausfordernd. Auf Jahressicht verliert die Aktie noch immer rund 26 Prozent, der RSI von knapp 44 zeigt weder Überkauft- noch klare Einstiegssignale. Ob die Erholung der vergangenen Woche Bestand hat, wird sich spätestens zeigen, wenn der Markt die weiteren Quartalsdaten für 2026 einpreist.
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