Evotec Aktie: Sinkende Hoffnungen!
Der Wirkstoffforscher Evotec kürzt ein Sechstel seiner Jobs und schließt Standorte, während das Biologics-Geschäft wächst. Für 2026 wird ein deutlich niedrigeres EBITDA erwartet.

- Restrukturierung führt zu bis zu 800 Stellenstreichungen
- Biologics-Sparte verzeichnet starkes Umsatzwachstum
- Gewinnprognose für 2026 verfehlt Analystenerwartungen
- Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
Evotec greift rigoros durch. Mit dem neuen Restrukturierungsprogramm „Horizon“ streicht der Wirkstoffforscher ein Sechstel seiner weltweiten Belegschaft und schrumpft sein Standortnetz massiv zusammen. Während das margenstarke Biologics-Geschäft floriert, zwingt das schwächelnde Kerngeschäft das Management zu drastischen Schritten – und einer Gewinnprognose, die den Markt auf dem falschen Fuß erwischt.
Hinter dem harten Sparkurs verbirgt sich eine bemerkenswerte Zweiteilung des Konzerns. Das klassische Kerngeschäft der präklinischen Entwicklung schrumpfte 2025 um 13 Prozent und rutschte beim operativen Ergebnis in die roten Zahlen. Als Reaktion darauf zieht das Management nun die Reißleine. Bis zu 800 Stellen fallen weg, vier weitere Standorte werden geschlossen. Das Ziel ist ein deutlich kleinerer, aber effizienterer globaler Fußabdruck mit künftig nur noch zehn Niederlassungen.
Dieser Übergang hat allerdings einen hohen Preis. Für das laufende Jahr 2026 rechnet Evotec lediglich mit einem bereinigten EBITDA zwischen 0 und 40 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit mehr als 80 Millionen Euro kalkuliert. Diese massive Verfehlung der Erwartungen spiegelt das schwierige Branchenumfeld wider, in dem Pharmaunternehmen angesichts knapperer Kassen deutlich genauer auf ihre Forschungsbudgets achten. Entsprechend tief sitzt der Schmerz bei den Anlegern. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits gut 23 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 4,27 Euro.
Biologics als Wachstumsmotor
Einen klaren Lichtblick liefert hingegen die Sparte Just Evotec Biologics. Hier kletterte der Umsatz im vergangenen Jahr um rund 40 Prozent auf 259 Millionen Euro, befeuert durch lukrative Meilensteine wie das jüngste Sandoz-Abkommen. Auf diesem technologischen Fundament der kontinuierlichen Herstellung baut CEO Christian Wojczewski seine langfristige Vision auf. Bis 2030 soll der Konzernumsatz die Milliardenmarke knacken, angetrieben von einer Verschiebung hin zu margenstärkeren Aufträgen.
Das Management selbst deklariert 2026 als reines Übergangsjahr und erwartet erste operative Verbesserungen des Kerngeschäfts frühestens in der zweiten Jahreshälfte. Konkrete Details zur weiteren Finanzplanung und dem genauen Fahrplan der Horizon-Maßnahmen liefert Evotec am 8. April 2026 mit den finalen Jahreszahlen.
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