Evotec Aktie: Transformation greift
Evotec schließt Verkauf des Toulouse-Standorts an Sandoz ab und erhält Fördermittel für KI-Forschung. Das operative Geschäft bleibt jedoch unter Druck.

- Verkauf an Sandoz bringt bis zu 650 Millionen Dollar
- Neue KI-Förderung durch die Gates Foundation
- Umsatzwachstum bei Biologics, Rückgang in Forschung
- Strategische Fokussierung auf asset-leichtes Modell
Evotec vollzieht den strategischen Umbau: Der Hamburger Wirkstoffforschungs-Spezialist hat im Dezember den Verkauf seines Biologics-Standorts in Toulouse an Sandoz abgeschlossen und sichert sich parallel neue Fördermittel für KI-gestützte Antikörperentwicklung. Die Konzentration auf ein asset-leichteres Geschäftsmodiert nimmt konkrete Formen an – doch die operative Entwicklung bleibt herausfordernd.
Sandoz-Deal bringt bis zu 650 Millionen Dollar
Am 5. Dezember 2025 wurde die bereits im Juli angekündigte Transaktion wirksam. Sandoz übernimmt den Just – Evotec Biologics Standort in Toulouse samt unbefristeter Technologielizenz für Evotecs kontinuierliche Fertigungsplattform.
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Die finanziellen Eckpunkte:
- Gesamtzahlungen von über 650 Millionen US-Dollar möglich
- Zusätzliche Royalties auf bis zu zehn Biosimilar-Moleküle
- Evotec behält US-Kapazitäten in Redmond für Moleküldesign und GMP-Fertigung
Das Unternehmen plant, seine Fertigungstechnologie künftig über Lizenzmodelle weiteren Partnern anzubieten – ein Schritt weg vom kapitalintensiven Produktionsgeschäft.
Gates Foundation fördert KI-Forschung
Anfang Januar 2026 erhielt die US-Tochter Just – Evotec Biologics neue Fördermittel der Gates Foundation. Die Mittel fließen in die KI-gestützte Optimierung monoklonaler Antikörper mittels der firmeneigenen Plattform J.MD™. Ziel ist die Entwicklung erschwinglicherer Biotherapeutika für den globalen Markt.
Operative Entwicklung zeigt gemischtes Bild
Die Zahlen der ersten neun Monate 2025 verdeutlichen die unterschiedliche Dynamik der Geschäftssegmente:
Just – Evotec Biologics: Wachstum von 16 Prozent auf 102,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
Discovery & Preclinical Development: Rückgang um 11 Prozent auf 269 Millionen Euro, belastet durch schwaches Marktumfeld in der frühen Wirkstoffforschung.
Für das Gesamtjahr 2025 kalkuliert Evotec mit Konzernumsätzen zwischen 760 und 800 Millionen Euro sowie einem bereinigten EBITDA von 30 bis 50 Millionen Euro – eine deutlich reduzierte Marge gegenüber früheren Jahren.
Was die Transformation bedeutet
Der Sandoz-Deal liefert Evotec finanzielle Mittel und reduziert die Kapitalintensität des Geschäfts. Gleichzeitig bleibt das Kerngeschäft in der frühen Wirkstoffforschung unter Druck. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob der strategische Umbau die operative Schwäche kompensieren kann. Die nächste Bewährungsprobe steht mit den Jahreszahlen 2025 an.
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