Evotec: Dr. Müller wird COO ab Mai

Evotec stellt Vorstand neu auf und startet das Sparprogramm Horizon. Die Biotech-Aktie zeigt sich nach jüngster Erholung verhalten.

Die Kernpunkte:
  • Dr. Ingrid Müller wird neue COO
  • Sparprogramm Horizon mit zehn Standorten
  • Jährliche Einsparungen von 75 Millionen Euro
  • Umsatzprognose zwischen 700 und 780 Millionen Euro

Ein neues Führungsteam für ein drastisches Sparprogramm. Bei Evotec rotieren die Posten auf der Vorstandsebene, während der Biotech-Konzern sein globales Netzwerk zusammenstreicht. Das Management spricht von einem Übergangsjahr — an der Börse reagieren Anleger nach einer jüngsten Erholung abwartend.

Zum 1. Mai übernimmt Dr. Ingrid Müller den Posten der Chief Operating Officer. Die Managerin bringt Erfahrung von CureVac und Sanofi mit und steuert künftig die globalen Betriebsabläufe. Ihr Antritt komplettiert eine weitreichende Neuaufstellung. Bereits im April startete Dr. Ashiq H. Khan als neuer Vertriebschef. Parallel dazu verlässt Finanzvorstand Paul Hitchin das Unternehmen Ende April aus persönlichen Gründen.

Zehn Standorte und harte Einschnitte

Das frisch formierte Team um CEO Christian Wojczewski steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Mit dem Programm „Horizon“ baut der Wirkstoffforscher seine Strukturen um. Das globale Netzwerk schrumpft auf zehn Standorte, Arbeitsplätze fallen weg. Ab dem kommenden Jahr plant das Unternehmen mit jährlichen Einsparungen von rund 75 Millionen Euro. Ein knappes Drittel dieser Summe soll bereits im laufenden Geschäftsjahr greifen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit Erlösen zwischen 700 und 780 Millionen Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis peilt Evotec maximal 40 Millionen Euro an. Das Management deklariert die aktuelle Phase explizit als Übergangsjahr.

An der Börse sorgte der laufende Umbau zuletzt für spürbare Gegenbewegungen. Nach einem Kursplus von gut 25 Prozent auf Monatssicht ging die Aktie am Freitag bei 5,35 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht steht allerdings noch immer ein Minus von knapp 29 Prozent auf der Kurstafel.

Blick auf das zweite Halbjahr

Spürbare operative Verbesserungen erwartet das Management erst im zweiten Halbjahr. Ein erstes Update zur Lage liefert das Unternehmen am 6. Mai mit dem Bericht zum abgelaufenen Quartal. Am 11. Juni folgt die Hauptversammlung in Hamburg, bei der sich das neue Führungsteam den Aktionären stellen wird.

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