Evotec: Kurs-Rücksetzer nur kurzfristig oder Gefahr?

Das Biotechnologie-Unternehmen Evotec bleibt eine der am meist diskutierten Biotech-Aktien am deutschen Markt. Und das, obwohl der Wert in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil erhebliche Turbulenzen über sich hat ergehen lassen müssen.

Erinnert sei nur an den drastischen Sturz im vergangenen Oktober von über 22 Euro auf unter 12 Euro. In der Folgezeit hatte zwar die Aktie zeitweise wieder Boden gutmachen können, fiel allerdings wegen schlechter Geschäftszahlen erneut zurück.

Evotec als Analysten-Liebling

Mit der Bekanntgabe einer neuen Kooperation mit dem amerikanischen Biotest-Unternehmen Celgene konnte man allerdings die Stimmung wieder kräftig drehen. Das spiegelt sich auch in den derzeitigen Analystenempfehlungen wider. Dabei überwiegen die Kauf-Empfehlungen. Und auch bei den Kurszielen dominiert der Optimismus. Es gibt sogar Analysten wie Bankhaus Lampe, die mit einem Kursziel von 26 Euro arbeiten. Vom aktuellen Standort aus wäre dies ein Potenzial von mehr als 70 %.

Charttechnische Herausforderungen

Doch bevor Evotec dies erreicht, muss man erst ganz andere charttechnische Hürden nehmen. Aktuell geht es vor allem darum, die 100-Tage-Linie bei 14,60 Euro nicht zu verletzen. Nach den kräftigen Kursgewinnen im Zuge der Celgene-Nachricht war die Aktie bis auf 16 Euro hochgeschossen und musste nun korrigieren. Entsprechend gespannt sind die Investoren, ob dies wirklich nur kurzfristige Gewinnmitnahmen sind oder ob ein erneuter Rückfall droht. Momentan ist jedenfalls alles noch offen.

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