Evotec präsentiert Jahresbilanz – Ist der Knoten jetzt geplatzt?

Erst vor wenigen Tagen vermeldete das Biotechnologieunternehmen Evotec das Erreichen eines wichtigen Meilensteines in der Zusammenarbeit mit dem Forschungsunternehmen Padlock.

© Evotec
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Heute stand nun die Berichterstattung für das vergangene Geschäftsjahr auf dem Programm und verstecken musste man sich damit nicht.

Evotec kann das operative Ergebnis signifikant verbessern

Evotec gelang es, den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 43% auf 127,7 Mio. Euro zu steigern. Erhöht haben sich auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Hier ging es nach 12,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 18,3 Mio. Euro nach oben. Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten lag man mit 25,2 Mio. Euro ebenfalls über denen des Vorjahres.

Mit 8,7 Mio. Euro nach 7,7 Mio. Euro im Vorjahr konnte Evotec das bereinigte EBITDA weiter verbessern. Gleiches gilt auch für das operative Ergebnis. Standen hier im Vorjahr noch -6,4 Mio. Euro in den Büchern, konnte man jetzt ein Plus von 11,6 Mio. Euro vorweisen.

Per Ende Dezember lag die Liquidität des Konzerns bei 133,9 Mio. Euro nach 88,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Zahlungsmitteln, die durch die Allianz mit Sanofi erworben wurden. Vor Akquisitionen und ähnlichen Transaktionen lag die Liquidität bei 134,5 Mio. Euro.

Beide Sparten verzeichnen Wachstum

Beide Segmente von Evotec trugen zum Umsatzwachstum bei. In der Sparte EVT Execute-Segment stiegen die Umsätze von zuvor 93,3 Mio. Euro auf 134 Mio. Euro. Die Sparte EVT Innvoate konnte die Umsätze auf 21,5 Mio. Euro nach 14,7 Mio. Euro im Vorjahr steigern. Die Bruttomargen lagen bei 23,2% bzw. 54%.

Erst vor kurzem gab Evotec bekannt, dass man die Topas Therapeutics GmbH ausgründen will. Das Unternehmen ist auf dem Gebiet der nanopartikelbasierten Therapie zur Behandlung von immunologischen Erkrankungen bekannt. Gemeinsam mit Epidarex Capital, EMBL Ventures und Gimv soll die erste Finanzierungsrunde in Höhe von 14 Mio. Euro abgeschlossen werden. Evotec bleibt auch danach der Hauptanteilseigner.

Ziele für 2016 stehen

Für das laufende Geschäftsjahr will der Konzern die Basisumsätze um mehr als 15% steigern. Das bereinigte Konzern-EBITDA soll deutlich höher als im Vorjahr ausfallen, während man die Liquidität auf dem Vorjahresniveau halten will.

Erfolgt jetzt ein Ausbruchsversuch?

Die Aktie von Evotec musste zum Jahresende herbe Einbußen verzeichnen, von denen sich die Papiere immer noch nicht vollständig erholt haben. Analysten vom Bankhaus Lampe sehen in Evotec jedoch weiterhin eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 4,60 Euro. Grundlage für diese Einschätzung bildete der finanzielle Erfolg durch die Zusammenarbeit mit Padlock, was für das Geschäftsmodell von Evotec spricht.

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