Evraz Aktie: Mehr Eigenregie
Evraz NTMK hat eine eigene Produktion für Gießanlagen-Teile eröffnet, um Wartungskosten zu senken und die Versorgung zu stabilisieren. Die Maßnahme soll Millionen einsparen.

- Neue Anlage fertigt Walzen und Achsen für Gießlinien
- Kostensenkung von 20 Prozent durch Eigenproduktion
- Strategie zur Reduzierung externer Lieferabhängigkeit
- Erwartete Einsparungen von rund 15 Millionen Rubel
Evraz setzt verstärkt auf vertikale Integration, um die operative Unabhängigkeit zu sichern. Die Tochtergesellschaft Evraz NTMK hat am 3. April 2026 eine eigene Fertigungsstätte für Schlüsselkomponenten ihrer Stranggießanlagen in Betrieb genommen. Ziel dieser Maßnahme ist eine deutliche Reduzierung der Wartungskosten und eine stabilere Versorgungslage.
Fokus auf Kosteneffizienz
In der neuen Anlage werden primär Walzen und Achsen gefertigt, die für den mechanischen Betrieb der Stahlgusslinien entscheidend sind. Laut einer internen Bewertung sinken die Stückkosten für diese Bauteile durch die Eigenproduktion um 20 Prozent gegenüber den bisherigen Einkaufspreisen. Den gesamten wirtschaftlichen Effekt beziffert das Unternehmen auf etwa 15 Millionen Rubel.
Die strategische Neuausrichtung zielt darauf ab, die Abhängigkeit von externen Zulieferern bei kritischen Instandhaltungsteilen zu minimieren. Aktuell deckt die neue Fertigung den Bedarf der Gießanlage „MNLZ-4“ vollständig ab. Zudem werden bereits 40 Prozent der benötigten Komponenten für die Linie „MNLZ-3“ sowie ein Großteil der Teile für die Einheit „MNLZ-2“ intern produziert.
Industrieller Trend zur Unabhängigkeit
Dieser Schritt zur vertikalen Integration spiegelt eine breitere Entwicklung im Industriesektor wider. Viele Produzenten fokussieren sich auf die Sicherung ihrer Lieferketten durch heimische Fertigungskapazitäten, um die operativen Margen zu stabilisieren. Während Wettbewerber wie die United Metallurgical Company (OMK) parallel dazu neue Vertriebswege über die Börse in St. Petersburg erproben, priorisiert Evraz die Kontrolle der internen Produktionskosten.
Die Eigenfertigung wichtiger Verschleißteile dient als Puffer gegen volatile Rahmenbedingungen und schwankende Energiepreise. In den kommenden Monaten wird die Ausweitung der internen Versorgung auf weitere Produktionslinien entscheidend sein, um die Effizienzgewinne im gesamten Konzern zu skalieren und die Resilienz gegenüber schwankenden Export- und Importdynamiken zu erhöhen.
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