Exxon Mobil: 39 Esso-Stationen in Hongkong zum Verkauf

Exxon Mobil veräußert sein Tankstellennetz in Hongkong und legt am 1. Mai Quartalszahlen vor. Analysten bleiben trotz Produktionsrückgängen optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • 39 Esso-Stationen in Hongkong zum Verkauf
  • Bewertung von rund 500 Millionen Dollar angestrebt
  • Quartalszahlen am 1. Mai erwartet
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 180 Dollar

Exxon Mobil räumt sein globales Portfolio auf. Der US-Ölkonzern plant den Verkauf seiner Tankstellen in Hongkong. Parallel dazu endet ein turbulentes erstes Quartal. Höhere Ölpreise treffen auf Produktionsausfälle im Nahen Osten.

Aktuell betreibt der Konzern 39 Esso-Stationen in der asiatischen Metropole. Für dieses Netz strebt das Management eine Bewertung von rund einer halben Milliarde US-Dollar an. Erste Gespräche mit potenziellen Käufern laufen bereits. Der Schritt passt zur globalen Strategie. Exxon zieht sich schrittweise aus dem Einzelhandel zurück. Zuvor standen bereits Netze in Frankreich und Neuseeland auf dem Prüfstand.

Das Marktumfeld in Hongkong wandelt sich rasant. Die lokale Regierung fördert Elektroautos massiv durch Steuererleichterungen. Konkurrent Chevron hat sein dortiges Kraftstoffgeschäft bereits im Februar für 270 Millionen US-Dollar verkauft. Tankstellen lieferten historisch stabile Einnahmen. Heute sieht das anders aus. Die Folge: Extreme Preisvolatilität an den Rohölmärkten belastet das Geschäft.

Licht und Schatten im ersten Quartal

Am Freitag, dem 1. Mai, öffnet Exxon Mobil die Bücher für das erste Quartal. Der Iran-Konflikt treibt die Öl- und Gaspreise. Das könnte das Upstream-Ergebnis um bis zu 2,9 Milliarden US-Dollar steigern. Im gleichen Schritt drosseln Störungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar die globale Förderung. Exxon rechnet mit einem Produktionsrückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Die Sparte für Energieprodukte verzeichnet hingegen einen Dämpfer. Hier erwartet das Unternehmen einen Rückgang von rund 3,7 Milliarden US-Dollar. Starke Preisschwankungen und verzögerte Lieferungen belasten das Segment. Finanzchef Neil Hansen beruhigt die Gemüter. Er wertet diese Effekte als temporär. Sie dürften sich in spätere Gewinne umkehren, sobald die physischen Lieferungen ankommen.

Analysten bleiben optimistisch

Die Experten blicken positiv auf die Aktie. RBC Capital hob das Kursziel auf 180 US-Dollar an. Analyst Biraj Borkhataria rechnet mit starken Folgequartalen bei anhaltend hohen Rohstoffpreisen. UBS bestätigt das Kaufsignal mit einem Ziel von 171 US-Dollar. Die Bank verweist auf erwartete Gewinne durch eine globale Heliumknappheit.

An der Börse notiert das Papier aktuell bei gut 126 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 21 Prozent auf der Anzeigetafel. Kürzlich gab die Aktie auf Monatssicht jedoch knapp 15 Prozent nach.

Der geplante Verkauf in Hongkong bringt frisches Kapital. Am 1. Mai wird das Management voraussichtlich erklären, wie der Konzern diese Mittel einsetzt. Investoren achten genau auf die Balance zwischen Upstream-Projekten, neuen Energieinitiativen und Aktienrückkäufen.

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