Exxon Mobil: 8,8 Milliarden bereinigter Gewinn

Exxon Mobil verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang durch Absicherungsverluste, während das operative Geschäft mit Rekordproduktion überzeugt.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn fällt auf 4,2 Milliarden Dollar
  • Bereinigter Gewinn erreicht 8,8 Milliarden Dollar
  • Tägliche Förderung steigt auf 4,6 Millionen Barrel
  • Aktienrückkauf von knapp fünf Milliarden Dollar

Ein massiver Gewinneinbruch auf dem Papier, aber ein hochprofitables Kerngeschäft in der Realität. Bei Exxon Mobil klaffen die ausgewiesenen Zahlen für das erste Quartal 2026 und die operative Stärke weit auseinander. Geopolitische Turbulenzen im Nahen Osten hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz des Ölriesen.

Der Nettogewinn fiel im Jahresvergleich von 7,7 auf 4,2 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür sind vor allem negative Bewertungseffekte bei Derivaten sowie Verluste aus Absicherungsgeschäften infolge gestörter Lieferketten. Rechnet man diese Sondereffekte heraus, zeigt sich ein anderes Bild. Der bereinigte Gewinn erreichte 8,8 Milliarden US-Dollar und unterstreicht die Robustheit des integrierten Geschäftsmodells.

Rekordförderung federt Risiken ab

Operativ läuft die Maschine auf Hochtouren. Die tägliche Fördermenge lag zuletzt bei 4,6 Millionen Barrel Öläquivalent. Treiber dieser Entwicklung sind das Permian-Becken in den USA sowie Rekordwerte in Guyana. Dort überschritt die Produktion unlängst die Marke von 900.000 Barrel pro Tag. Parallel dazu nahm der Konzern den ersten Strang des Golden-Pass-LNG-Terminals in Betrieb.

In Guyana prüft das Management bereits weitere Bohrflächen im Stabroek-Block. Bislang wurden dort Reserven von elf Milliarden Barrel Öläquivalent identifiziert. Aktionäre profitieren derweil direkt von der hohen Liquidität. Im abgelaufenen Quartal kaufte Exxon Mobil eigene Aktien für knapp fünf Milliarden US-Dollar zurück. Eine beschlossene Quartalsdividende von 1,03 US-Dollar je Anteilsschein fließt im Juni an die Investoren.

Warnung vor knappen Kapazitäten

Trotz der starken operativen Basis mahnt CEO Darren Woods zur Vorsicht. Die vollen Auswirkungen der aktuellen Lieferkettenstörungen, insbesondere rund um die Straße von Hormus, seien in den Marktpreisen noch nicht vollständig abgebildet. Branchenvertreter warnen übereinstimmend vor schrumpfenden Lagerbeständen und einer kritischen Verknappung der globalen Reservekapazitäten.

An der Börse honorieren Investoren die grundsätzliche Stärke des Energieriesen. Die Aktie ging am Freitag bei 131,58 Euro aus dem Handel und verbucht seit Jahresbeginn ein Plus von rund 26 Prozent. Damit notiert das Papier komfortable 20 Prozent über seiner 200-Tage-Linie.

In den kommenden Wochen richtet sich der Fokus auf die Entwicklung der globalen Energiepreise. Mit einem US-Benzinpreis von zuletzt 4,39 US-Dollar pro Gallone bleibt der Sektor ein zentraler Indikator für die breitere Wirtschaft. Hält die geopolitische Anspannung im Nahen Osten an, wird Exxon Mobil seine Fähigkeit beweisen müssen, das Produktionswachstum in den Kernregionen gegen die volatilen Rahmenbedingungen zu verteidigen.

Exxon Mobil-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Exxon Mobil-Analyse vom 3. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Exxon Mobil-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Exxon Mobil-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Exxon Mobil: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Exxon Mobil