Exxon Mobil: 900.000 Barrel aus Guyana
Exxon Mobil überrascht mit starken Quartalszahlen, doch die Risiken im Nahen Osten bleiben bestehen. Der Konzern baut seine LNG-Kapazitäten aus.

- Gewinn übertrifft Analystenerwartungen
- Rekordproduktion in Guyana erreicht
- Hormuz-Krise bedroht Förderung
- Erste LNG-Produktion am Golden-Pass
Rekordproduktion in Guyana, ein Gewinn über den Analystenerwartungen — und trotzdem ein Fragezeichen, das über allem schwebt: Was passiert, wenn der Konflikt im Nahen Osten eskaliert?
Starkes Quartal mit einem Haken
Exxon Mobil erzielte im ersten Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 1,16 Dollar je Aktie. Das übertraf die Konsensschätzungen der Analysten. Der Umsatz stieg auf 85,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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Besonders das Upstream-Segment lieferte. In Guyana überschritt die Förderung erstmals 900.000 Barrel pro Tag. Das Permian Basin lief ebenfalls auf hohem Niveau. Beide Regionen federten die Ausfälle im Nahen Osten ab, wo der Konflikt rund um Iran die Produktion belastet.
Allerdings trübten sogenannte Timing-Effekte aus Derivategeschäften das Bild. Sie drückten das Ergebnis um 3,9 Milliarden Dollar. Das GAAP-Nettoergebnis lag deshalb bei 4,2 Milliarden Dollar — deutlich unter dem bereinigten Wert von 8,8 Milliarden Dollar.
Hormuz-Risiko bleibt real
CEO Darren Woods warnte, dass der Markt die vollen Folgen möglicher Lieferunterbrechungen noch nicht eingepreist hat. Konkret: Eine längere Schließung der Straße von Hormuz würde Exxons Produktion um rund 750.000 Barrel pro Tag reduzieren. Etwa 15 bis 20 Prozent der globalen Förderung des Konzerns hängen an der Krisenregion.
Direkte Produktionsausfälle kosteten im Quartal rund 400 Millionen Dollar. Steigende Energiepreise halfen, diesen Verlust zu kompensieren. Wie lange das trägt, bleibt offen.
Kapitalrückflüsse und neues LNG-Standbein
An die Aktionäre flossen im Quartal 9,2 Milliarden Dollar — aufgeteilt in Dividenden und Aktienrückkäufe. Die Quartalsdividende für das zweite Quartal beträgt 1,03 Dollar je Aktie und wird im Juni 2026 ausgezahlt.
Ein strategischer Meilenstein: Am Golden-Pass-Terminal in den USA lief erstmals LNG-Produktion an. Das Projekt soll die amerikanischen Flüssiggas-Exporte um rund fünf Prozent steigern — ein langfristiger Baustein, der Exxon unabhängiger von einzelnen Förderregionen macht.
Die Aktie notiert aktuell rund zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 40 Prozent. Das zeigt: Der Markt traut dem Konzern einiges zu — solange Hormuz offen bleibt.
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