ExxonMobil Aktie: Quartalszahlen-Countdown
ExxonMobil veröffentlicht am 1. Mai Quartalszahlen unter Druck durch LNG-Produktionsausfälle im Nahen Osten, während Milliardenprojekte in Nigeria und Griechenland starten.

- Produktionsrückgang durch LNG-Ausfälle in Katar
- 24-Milliarden-Dollar-Strategie für Tiefwasserprojekte in Nigeria
- Bohrvertrag für griechisches Tiefsee-Explorationsprojekt
- Heliumproduktion mit hohen, preisunabhängigen Margen
Bohrvertrag in Griechenland, 24-Milliarden-Programm in Nigeria, LNG-Ausfall im Nahen Osten — ExxonMobil hat in den vergangenen Wochen auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig agiert. Am 1. Mai legt der Konzern seine Q1-Zahlen vor, und die dürften einige Erklärungen erfordern.
Griechisches Abenteuer und nigerianische Milliarden
Am 14. April unterzeichnete das Konsortium aus ExxonMobil, Energean und Helleniq Energy einen Bohrvertrag mit Stena Drilling für Block 2 im Ionischen Meer. Die eingesetzten Spezialschiffe können bis in Tiefen von rund 10.600 Metern vordringen. Der Bohrbeginn ist für Anfang 2027 geplant, nachdem im November 2025 ein Farm-in-Abkommen besiegelt wurde.
Parallel dazu treibt ExxonMobil eine 24-Milliarden-Dollar-Strategie in Nigeria voran. Im Mittelpunkt stehen Tiefwasserprojekte wie das Bosi-Feld und das Owowo-Projekt, das allein mit sieben bis acht Milliarden Dollar bewertet wird. Senior Vice President Hunter Farris verwies auf ein verbessertes Investitionsklima in Nigeria als Grund für das erneuerte Engagement. Das Produktionsteilungsabkommen für das Erha-Projekt wurde bereits bis 2042 verlängert.
Nahostschocks belasten das erste Quartal
Das erste Quartal 2026 steht unter erheblichem Druck. Angriffe im Nahen Osten trafen zwei LNG-Züge in Katar, an denen ExxonMobil beteiligt ist. In Kombination mit regionalen Logistikproblemen erwartet das Management einen Produktionsrückgang von rund sechs Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2025. Der finanzielle Schaden aus Timing-Effekten wird auf 3,5 bis 4,9 Milliarden Dollar beziffert.
Als strategisches Gegengewicht steht der erfolgreiche Start von Golden Pass LNG Train 1 am 30. März 2026. Ob das ausreicht, um die Katar-Ausfälle zu kompensieren, werden die Zahlen am 1. Mai zeigen.
Helium als stiller Gewinnbringer
Weniger beachtet, aber bemerkenswert: ExxonMobil gehört zu den wenigen Produzenten weltweit, die Helium in der Reinheit von 99,9999 Prozent — sogenanntes „Six Nines“ — herstellen können. Die Anlage in LaBarge, Wyoming, liefert rund 20 Prozent des globalen Heliumangebots. Dieses Material ist unverzichtbar für die Halbleiterfertigung und generiert Margen, die vom Ölpreis weitgehend unabhängig sind.
Die Aktie notiert aktuell bei 126,28 Euro — rund 15 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 149,50 Euro, das erst am 30. März markiert wurde. Der RSI liegt bei extrem niedrigen 2,0, was auf eine technisch stark überverkaufte Situation hindeutet. Analysten sehen auf Basis von DCF-Modellen einen fairen Wert von rund 247 US-Dollar, der Konsens erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Gewinnanstieg von knapp 25 Prozent auf 8,73 Dollar je Aktie. Das Q1-Ergebnis am 1. Mai wird zeigen, wie tief der Nahostschock tatsächlich ins Zahlenwerk eingeschnitten hat.
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