ExxonMobil Aktie: Waffenstillstand trifft Energiesektor

Ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran lässt die Kriegsprämie im Ölpreis schwinden und belastet Energietitel. Analysten heben trotzdem die Kursziele für ExxonMobil an.

Die Kernpunkte:
  • Ölpreis bricht nach Waffenstilland um 16% ein
  • ExxonMobil verliert im frühen Handel rund 6%
  • Großbanken erhöhen Kursziele trotz Rücksetzer
  • Langfristiges Produktionswachstum in Permian und Guyana

Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hat den Ölmärkten heute einen harten Schlag versetzt. Während der breite Markt auf die Entspannungssignale mit Kursgewinnen reagierte, gerieten Energietitel massiv unter Druck — ExxonMobil verlor im frühen Handel rund 6%.

Kriegsprämie löst sich auf

Der Auslöser ist eindeutig: Mit der Vereinbarung, die auch die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für den freien Schiffsverkehr vorsieht, brach der Rohölpreis um rund 16% auf etwa 90 Dollar je Barrel ein. Zuvor hatte Dated Brent im Zuge der eskalierenden Spannungen Rekordwerte von 144,42 Dollar erreicht.

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Diese sogenannte Kriegsprämie, die zuletzt tief in den Bewertungen von Energieaktien steckte, verdampfte schlagartig. Der S&P 500 legte 2,70% zu, der Nasdaq-100 sogar 3,17% — Exxon und seine Konkurrenten bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung. Chevron verlor 5,5%, Occidental Petroleum sogar 7,8%.

Analysten erhöhen Kursziele trotz Kurssturz

Ungeachtet der kurzfristigen Turbulenzen haben mehrere Großbanken ihre Kursziele für ExxonMobil angehoben. Citi erhöhte das Ziel von 150 auf 175 Dollar, behielt jedoch das Rating „Neutral“ bei. Analyst Alastair Syme begründete den Schritt mit gesunkenen Risikoprämien für Öl- und Gasmajors infolge struktureller Verschiebungen im Energiemarkt.

TD Cowen zog nach und hob das Kursziel ebenfalls auf 175 Dollar an — von zuvor 145 Dollar — bei unverändertem „Buy“-Rating. Im Fokus steht dabei ExxonMobils Stellung im globalen Heliummarkt: Die LaBarge-Anlage in Wyoming deckt rund 20% der weltweiten Heliumversorgung ab. Da geopolitische Störungen die Produktion in Katar — mit 31% der weltweiten Förderung der größte Einzelproduzent — weiterhin belasten, dürfte Exxon hier erhebliche Preissetzungsmacht behalten.

Produktionswachstum als langfristiger Anker

Jenseits der tagesaktuellen Volatilität läuft bei ExxonMobil ein mehrjähriges Produktionswachstumsprogramm. Im Permian Basin soll die Förderung von 1,6 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2025 auf 2,5 Millionen bis 2030 steigen. In Guyana ist ein Anstieg auf 1,3 Millionen Barrel täglich bis zum selben Jahr geplant.

Der Analystenkonsens liegt bei „Moderate Buy“ — gestützt auf 11 Kaufempfehlungen und 7 Halteempfehlungen. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel beträgt rund 160,95 Dollar, wobei Bernstein mit 195 Dollar und Wells Fargo mit 183 Dollar deutlich optimistischer sind. Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 1,89 Dollar; bis 2028 soll der EPS im Schnitt um 14% jährlich wachsen.

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