EyePoint Aktie: Makulaödem-Neustart?

Nach dem verfehlten Studienziel richtet EyePoint seine Entwicklung auf diabetisches Makulaödem aus und plant einen Stellenabbau.

Die Kernpunkte:
  • DURAVYU verfehlte den Nichtunterlegenheitsnachweis
  • Jones Trading senkte die Empfehlung auf Halten
  • Entwicklungsschwerpunkt soll diabetisches Makulaödem werden
  • Personalabbau von rund 53 Prozent angekündigt

Medienberichten zufolge hat Jones Trading EyePoint Pharmaceuticals am Freitag von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Anlass war das Ergebnis der zweiten Phase-3-Studie bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration: DURAVYU konnte gegenüber Aflibercept keine Nichtunterlegenheit zeigen. Die Aktie steigt heute um 7,8%.

Studienrückschlag und veränderte Prioritäten

EyePoint hatte vor gut einer Woche mitgeteilt, dass DURAVYU den primären Nichtunterlegenheitsendpunkt der LUCIA-Studie verfehlt habe. Das Unternehmen kündigte zugleich an, seine zulassungsrelevanten Studien bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration vorzeitig zu beenden. Die weitere Entwicklung soll sich auf DURAVYU zur Behandlung des diabetischen Makulaödems konzentrieren.

Die Rückstufung durch Jones Trading folgte damit auf die angekündigte Neuausrichtung des Entwicklungsprogramms. Das Analysehaus nahm seine bisherige Kaufempfehlung nach dem gescheiterten Vergleich mit Aflibercept zurück.

Stellenabbau soll Kosten senken

Zu den vor gut einer Woche angekündigten Maßnahmen gehört nach Unternehmensangaben auch eine Verringerung der Belegschaft um ungefähr 53%. EyePoint erwartet aus der Restrukturierung Einsparungen von jährlich rund 30 Millionen $. Dabei handelt es sich um die vom Unternehmen erwartete annualisierte Entlastung.

Für die Umsetzung rechnet EyePoint zugleich mit einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit Abfindungen von ungefähr 9 Millionen $. Diese Kosten gehören zu dem angekündigten Umbau, mit dem das Unternehmen seine Ressourcen auf die Entwicklung beim diabetischen Makulaödem ausrichten will.

Eine am 20. Oktober im US-Bundesstaat Massachusetts eingereichte Entlassungsanzeige bezifferte die geplanten Stellenstreichungen auf ungefähr 105. Medienberichten zufolge entspricht diese Größenordnung dem bereits angekündigten Personalabbau. Die Anzeige beschreibt geplante Entlassungen, nicht bereits vollzogene Stellenstreichungen.

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