EZB muss Inflationsraten erklären

Der europäische Datenkranz bietet in dieser Woche nur wenige Highlights. Der Schlüsseltermin wird die Vorlage des Verbraucherpreisindex für die Euro-Zone im März sein.

 

EZB Euro-Aufsteller 1
© Carsten Müller

Seit nun knapp einem Monat kauft die EZB Staats- und Unternehmensanleihen aus der Euro-Zone. Was an der Börse schon ausgiebig gefeiert wurde, wenn man sowohl die Rekord-Aktienkurse als auch die Spitzenwerte in Anleihen-Benchmarks - wie dem Bund-Future - anschaut. Aber auch, wenn die positiven Effekte des Kaufprogramms derzeit vor allem an der Börse erkennbar sind, so muss die EZB zur Rechtfertigung natürlich auch auf die eigentlichen Ziel-Indikatoren schauen, und da steht die Inflation ganz oben auf der Agenda.

Sicher dürfte es noch zu früh sein, damit die zusätzliche Liquidität nun schon sichtbare Effekte in der Teuerungsrate produziert. Das erwartet kaum jemand. Dennoch werden die neuesten Zahlen zum März (Veröffentlichung Dienstag) gerade darauf analysiert und erklärt werden müssen.

Denn: Nachdem schon im Februar ein Preisrückgang um 0,3% gemessen wurde, sollen es im März erneut minus 0,3% gewesen sein. Und das, obwohl sowohl bei den Energiepreisen kein neuer Druck aufgebaut wurde als auch bei der Kreditvergabe an Verbraucher und Unternehmen bessere Daten ersichtlich wurden. Wenn die Deflation auf aktuellem Niveau stagnieren sollte, muss die EZB entsprechend dazu Stellung beziehen.

 

EZB bleibt Thema Nummer 1, Griechenland Nummer 2

Neben dem Thema Anleihenkäufe, Wachstum und Inflation hängt weiterhin auch das Risiko Griechenland in der Luft. Zwar beteuert die griechische Regierung weiter, die Schulden zurückzahlen zu wollen und einen Kompromiss mit den Gläubigern zu suchen. Doch das eigene Handeln ist immer noch von sehr schwammigen Versprechungen dominiert. Und das, obwohl die Zeit nach Aussagen der Troika immer knapper wird, eine Pleite zu verhindern. Ob die neue Woche da Besserung bringt, bleibt fraglich.

Der Blick auf unsere Asset Allokation. Hier hat sich zuletzt nichts Entscheidendes getan. Noch immer halten wir die Aktien-Gewichtung hoch, da die entsprechenden Marktsegmente weiter boomen und eine Korrektur noch nicht in Sicht ist. Hinsichtlich des empfohlenen Währungsmix gleich ein Blick auf die erwarteten Tendenzen bei Dollar und Renminbi (Yuan).

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