Facc Aktie: Kineco erweitert Airbus-Zusammenarbeit
Montega und Erste Group bewerten Facc optimistischer. Niedrigere Kapitalkosten und Airbus-Fortschritte stützen die höhere Einschätzung der Aktie.

- Montega bestätigt Kaufempfehlung für Facc
- Kursziel steigt auf 22 Euro
- Erste Group hebt Ziel auf 19,5 Euro
- Airbus-Auftrag für 2027 vorbereitet
Die Expertenbewertungen für den österreichischen Luftfahrtzulieferer Facc haben sich in den vergangenen Tagen signifikant verbessert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei eine umfassende Neubewertung des Risikoprofils, die zu deutlich höheren Kurszielen führt. Besonders die Kombination aus operativen Fortschritten im Geschäft mit Airbus und einer stabileren Finanzstruktur überzeugt die Marktbeobachter.
Montega sieht signifikantes Aufwärtspotenzial
Ein wesentlicher Impulsgeber für die aktuelle Stimmungslage ist die jüngste Analyse von Montega. Die Experten haben am Dienstag ihre Kaufempfehlung für die Facc-Aktie bestätigt und das Kursziel markant von 17,00 Euro auf 22,00 Euro angehoben. Diese Anpassung basiert auf einer detaillierten Revision der Kapitalkostenmodelle des Unternehmens.
Medienberichten zufolge begründet Montega diesen Schritt mit einem gesunkenen Beta-Faktor, der von zuvor 1,6 auf nun 1,3 reduziert wurde. Parallel dazu sank der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) auf nunmehr 7,40 Prozent. Diese Kennzahlen spiegeln aus Sicht der Analysten ein verringertes Risiko für Investoren wider und rechtfertigen die deutliche Anhebung des fairen Wertes.
Vertrauen der Erste Group und operative Fortschritte
Auch die Analysten der Erste Group blicken optimistischer auf den Zulieferer. Sie hoben am 26. August ihr Kursziel auf 19,5 Euro an (zuvor 18,7 Euro) und beließen die Einstufung auf „Kaufen“. Diese positive Grundstimmung wird durch die operative Entwicklung gestützt, die sich bereits im Rahmen des Halbjahresberichts vor gut drei Wochen abzeichnete.
Ein strategischer Meilenstein wurde zudem am 22. Juli auf der Farnborough International Airshow gesetzt. Facc gab dort die Erweiterung der Zusammenarbeit mit dem indischen Spezialisten Kineco Aerospace bekannt. Dabei handelt es sich um ein zweites Arbeitspaket für Composite-Komponenten, die für den Großkunden Airbus bestimmt sind. Die Vorbereitungen laufen bereits: Der Start der Serienproduktion für diese Bauteile ist für Ende 2027 geplant.
Marktlage und Kursentwicklung
An der Börse spiegeln sich die positiven Nachrichten in einer starken Performance wider. Am Freitag ging das Papier bei 16,74 Euro aus dem Handel. Damit setzt die Aktie ihren langfristigen Erholungstrend fort, der sich bereits seit Jahresbeginn in einem Zuwachs von 47 Prozent manifestiert.
Trotz der jüngsten Kursgewinne besteht laut den aktuellen Analysteneinschätzungen noch Spielraum nach oben. Vom 52-Wochen-Hoch bei 19,70 Euro ist der Titel momentan rund 15 Prozent entfernt. Die Verringerung des Beta-Faktors und die langfristig gesicherten Lieferverträge für Airbus-Komponenten untermauern das Szenario einer anhaltenden Neubewertung des Titels im Luftfahrtsektor.
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