Facebook-Aktie: China ist weiterhin verlockend

Trotz hervorragender Zahlen zum dritten Quartal hat die Facebook-Aktie Anfang November Federn lassen müssen. Das könnte jedoch auch nur ein neuer Start für einen langfristigen Aufwärtstrend gewesen sein. Denn ein Aktienrückkauf-Programm und China-Phantasien helfen dem US-Konzern. Aber eine gewisse Unsicherheit bleibt: Wirkt sich die Präsidentschaft Donald Trumps negativ auf das Silicon Valley aus?

© Pixabay
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Steigende Umsätze und explodierende Gewinne zum dritten Quartal – und trotzdem ging es für die Facebook-Aktie in den Keller. Der Grund: Für das kommende Jahr sollten Anleger nicht mehr mit so hohem Umsatz-Wachstum rechnen und auch die Ausgaben dürften aufgrund von Investitionen anschwellen.

Für das Papier ging es seit Anfang des Monats zwischenzeitlich um knapp zehn Prozent runter. Nun stützte eine neue Meldung den Kurs: Ein geplantes Aktienrückkauf-Programm von bis zu sechs Milliarden US-Dollar (Durchführung ab dem ersten Quartal 2017) kam bei den Aktionären gut an.

Steht die Rückkehr nach China bevor?

Noch größere Auswirkungen als Aktienrückkäufe dürfte eine mögliche Rückkehr in den riesigen Markt Chinas haben. Seit sieben Jahren hat Facebook aus politischen Gründen keinen Zugang zum größten Internetmarkt der Welt mehr – das Interesse an China hat der US-Konzern jedoch nie verloren.

Eine neue Zensur-Software könnte die Rückkehr jetzt ermöglichen. Damit könnten bestimmte Inhalte zensiert werden, welche zum Beispiel die politische Führung des Landes kritisieren. Die Software ist umstritten und der Einsatz keinesfalls sicher. Aber der Zugang zum chinesischen Markt dürfte CEO Mark Zuckerberg einiges wert sein.

Facebook mit Aufwärtspotenzial – aber Unsicherheit durch Trump

Die Kursrücksetzer, das Rückkauf-Programm der Aktien und eine mögliche Rückkehr nach China: Diese Faktoren lassen Wachstums-Phantasien bei Facebook aufkommen. Das Papier darf sich nun durchaus wieder Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend machen. Der kommende Präsident jedoch hinterlässt jedoch eine gewisse Unsicherheit im gesamten Silicon Valley.

Denn unter Donald Trump wird möglicherweise das Visa-Programm „H-1B“ eingestellt. Mit diesem haben Facebook und Co. jahrelang IT-Spitzenkräfte aus aller Welt angeworben. Ohne das Programm könnte das zu Personal-Problemen führen. Der Untergang wäre aber auch diese umstrittene Maßnahme nicht – dafür ist das Unternehmen zu gut aufgestellt.

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