Facebook trumpft mit deutlichen Wachstumszahlen auf

Beim weltweit größten sozialen Netzwerk Facebook klingeln weiterhin die Kassen. Das Unternehmen, auf dessen wichtigster Plattform monatlich 1,86 Milliarden Nutzer aktiv sind, konnte sowohl beim Umsatz als auch bei den Gewinnzahlen deutlich zulegen und damit die Analystenerwartungen übertreffen.

Wie Facebook mitteilte, konnte man im Schlussquartal 2016 den Gesamtumsatz um 51 % auf 8,81 Milliarden Dollar steigern. Den Hauptteil setzte das Unternehmen dabei mit mobiler Werbung um. Hier erreichte man ein Wachstum von 53 % auf 8,63 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Umsatzanteil von 84 % nach 80 % im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten hierbei nur mit einer Steigerung auf 8,31 Milliarden Dollar gerechnet.

Facebook verdient mehr als doppelt so viel

Das starke Wachstum zeigte sich auch bei den Gewinnzahlen. Netto verdiente die Firma 3,56 Milliarden Dollar bzw. 1,21 Dollar je Aktie. Damit wurde der Gewinn gegenüber dem Vorjahr sogar mehr als verdoppelt. Der adjustierte Gewinn je Aktie (ohne Sonderfaktoren) stieg auf 1,41 Dollar je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld hier durchschnittlich nur einen Anstieg auf 1,31 Dollar je Aktie erwartet.

Entsprechend positiv fiel auch die Reaktion im nachbörslichen Handel aus, wo die Aktie rund 4,5 % zulegen konnte. Was allerdings nicht verhindert hat, dass es weiterhin einige mahnende Stimmen gibt. Das gilt insbesondere mit Blick auf die weitere Wachstumsdynamik. Facebook selber hatte zuletzt im November gewarnt, dass sich das Wachstum bei den Werbeeinnahmen deutlich verlangsamen könnte, da man nur eine bestimmte Anzahl von Werbung pro Kunden schalten könne.

Wachstumssorgen bleiben

Dem könnte das soziale Netzwerk natürlich mit einem weiteren Zuwachs bei den Nutzern entgegenwirken. Allerdings nähert man sich langsam der 2-Milliarden-Marke und viele fragen sich natürlich, ob Facebook nicht langsam das Maximum an Nutzern erreicht. Zumal bereits jetzt rund 90 % der Nutzer die Online-Kanäle der Plattform nutzen.

Immerhin: Durch die starken Quartalszahlen konnte Facebook eine negative Nachricht abfedern. Denn man hat im Streit um die VR-Brille Oculus VR eine Niederlage hinnehmen müssen. Wegen Verletzung eines Geheimhaltungsabkommens und Verletzung von Urheberrechten durch den Oculus-Mitgründer Palmer Luckey muss Facebook nun 500 Million Dollar Schadenersatz zahlen. Facebook hatte Oculus Anfang 2014 für rund 2 Milliarden Dollar gekauft.

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