Fair Isaac Aktie: Was ist geschehen?

Trotz massiver Short-Wette von Investor Steve Eisman meldet Fair Isaac starke Quartalszahlen mit Umsatzplus von 39 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt um 39 Prozent
  • Short-Wette von Steve Eisman
  • Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe
  • Prognose für 2026 angehoben

Steve Eisman wettet gegen den Kredit-Spezialisten Fair Isaac. Während das Unternehmen operativ glänzt, drückt die öffentliche Kritik des bekannten Investors auf die Stimmung. Der Kurs verlor seit Jahresbeginn rund 40 Prozent an Wert.

Dabei lieferte das zweite Quartal 2026 eigentlich Grund zum Optimismus. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf knapp 692 Millionen US-Dollar. Mit einem bereinigten Gewinn von 12,50 US-Dollar je Aktie übertraf Fair Isaac die Erwartungen der Analysten deutlich.

Besonders das Segment „Scores“ trieb das Wachstum voran. Hier kletterten die Erlöse um 60 Prozent auf 475 Millionen US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber war das Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen, das ein Plus von 127 Prozent verzeichnete.

Parallel dazu legte die Software-Plattform zu. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze stiegen um 49 Prozent. Der freie Cashflow belief sich im Quartal auf 214 Millionen US-Dollar.

Das Management nutzt die Liquidität für massive Aktienrückkäufe. Im abgelaufenen Quartal erwarb das Unternehmen eigene Anteile für 605 Millionen US-Dollar. Der Verwaltungsrat hat eine Ermächtigung für Rückkäufe über insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar erteilt.

Kritik an der Preisstrategie

Steve Eisman begründet seine Short-Position vor allem mit der historischen Preispolitik des Konzerns. Er sieht die marktbeherrschende Stellung durch Konkurrenten wie VantageScore gefährdet. In einem Interview verwies er auf die schwindende Preismacht bei Kreditbewertungen.

Hintergrund ist die Entscheidung der US-Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac. Diese dürfen künftig auch Scores des Wettbewerbers nutzen. Fair Isaac reagiert darauf mit einem neuen Preismodell für das Produkt „FICO Score 10T“, das bereits von 55 Kreditgebern getestet wird.

Die Analysten reagierten prompt auf die Gemengelage aus starken Zahlen und regulatorischem Druck. Needham senkte das Kursziel auf 1.650 US-Dollar, bleibt aber bei einer Kaufempfehlung. JPMorgan sieht das Ziel nun bei 1.225 US-Dollar.

Wells Fargo reduzierte den Zielwert ebenfalls von 1.650 auf 1.400 US-Dollar. Die Experten behalten ihre Einstufung „Overweight“ jedoch bei. Im Marktdurchschnitt liegt das Kursziel für die Aktie derzeit bei rund 1.691 US-Dollar.

Für das restliche Geschäftsjahr 2026 hat der Vorstand die Prognose angehoben. Er erwartet nun einen Jahresumsatz von 2,45 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 40,45 US-Dollar liegen.

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