Fannie Mae Aktie: Ackman bremst

Der Hedgefonds-Manager Bill Ackman fordert einen mehrstufigen Plan für Fannie Mae und warnt vor den Risiken eines vorschnellen Börsengangs. Sein Modell sieht ein erhebliches Kurspotenzial vor.

Die Kernpunkte:
  • Ackman präsentiert vierstufigen Plan zur Reprivatisierung
  • Warnung vor Risiken eines überhasteten Börsengangs
  • Kurspotenzial von über 200 Prozent möglich
  • Reaktion des US-Finanzministeriums entscheidend

Bill Ackman sorgt zum Jahresauftakt für neue Dynamik in der Fannie-Mae-Debatte. Der Chef von Pershing Square erneuerte öffentlich seine Warnung an die Trump-Regierung vor einer überstürzten Privatisierung des Hypothekenfinanzierers. Während die Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben, rücken die Details seines Fahrplans für eine geordnete Rückkehr an den Kapitalmarkt in den Mittelpunkt.

Ackmans Stufenplan statt Schnell-IPO

Kern der aktuellen Diskussion ist Ackmans erneut hervorgehobener, mehrstufiger Vorschlag für die Reprivatisierung. Er hält ein vorschnelles Börsencomeback für einen strategischen Fehler, der Fannie Mae unterbewerten und den US-Hypothekenmarkt destabilisieren könnte. Stattdessen wirbt er für einen klar strukturierten Prozess zur schrittweisen Hebung des Aktionärswerts.

Sein Fahrplan sieht vier zentrale Schritte vor:

  • Schritt 1 – Treasury-Bestätigung: Das US-Finanzministerium soll formell anerkennen, dass Fannie Mae die staatlichen Rettungsmittel vollständig zurückgezahlt hat.
  • Schritt 2 – Warrant-Ausübung: Die Regierung übt ihre Warrants aus und übernimmt damit 79,9 % der Anteile.
  • Schritt 3 – NYSE-Relisting: Anschließend erfolgt eine Wiederaufnahme der Notierung an der New York Stock Exchange, um eine transparente Marktbewertung zu etablieren.
  • Schritt 4 – Langsamer Ausstieg: Das Finanzministerium verkauft seine Beteiligung über einen Zeitraum von fünf Jahren schrittweise ab.

Damit stellt sich Ackman klar gegen Szenarien eines unmittelbaren Börsengangs, wie sie manche Investoren für Anfang 2026 im Blick hatten. Er bezeichnet seinen Plan als „beste Idee für 2026“ und sieht den idealen Zeitpunkt für ein IPO im vierten Quartal des Jahres.

Bewertungslücke und Kursfantasie

Die Bewertung der Aktie hängt derzeit stark von der Umsetzung möglicher Reformschritte ab. Auf dem OTC-Markt notiert Fannie Mae aktuell um 10,83 US-Dollar und damit deutlich unter den Niveaus, die in einem erfolgreichen Privatisierungsszenario diskutiert werden.

Nach Ackmans Modell könnten die Papiere bei konsequenter Umsetzung des „slow and steady“-Ansatzes bis zu einem geplanten Börsengang Ende 2026 bei rund 34 US-Dollar liegen. Das entspräche einem Kurspotenzial von mehr als 200 % gegenüber dem heutigen Niveau.

Dieser Wert hängt jedoch entscheidend daran, dass die Bundesregierung ihre Warrants tatsächlich ausübt. Für bestehende Aktionäre wäre das zwar verwässernd, gleichzeitig würde dieser Schritt aber die regulatorische Grundlage für ein NYSE-Relisting schaffen.

Risiken eines überhasteten Börsengangs

Neben der aufgezeigten Chance bleiben wesentliche Risiken. Juristen und Experten für Wohnungsbaufinanzierung hatten bereits zuvor darauf hingewiesen, dass ein IPO im Jahr 2025 angesichts der Kapitalanforderungen „außergewöhnlich ambitioniert“ gewesen wäre. Ackman warnt nun explizit davor, den Gang an die Börse zu forcieren und damit ein „gescheitertes öffentliches Angebot“ zu riskieren.

Die Anleger müssen damit abwägen, wie wahrscheinlich eine Übernahme seines Stufenplans durch die Regierung im Vergleich zu einem schnelleren, aber potenziell unsicheren Ausstieg ist. Auf dem aktuellen Kursniveau um 10,83 US-Dollar preist der Markt bereits eine gewisse Reformwahrscheinlichkeit ein, die Volatilität bleibt jedoch hoch, solange die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht feststehen.

In den kommenden Wochen rückt vor allem die Reaktion des US-Finanzministeriums auf die öffentlich platzierten Vorschläge in den Vordergrund und dürfte den weiteren Kursverlauf maßgeblich beeinflussen.

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