Fannie Mae Aktie: Vertrauensvorschuss verspielt?

Investoren wie Oksenholt Capital fordern ein Ende der staatlichen Kontrolle von Fannie Mae und eine Rückkehr an eine Hauptbörse. Analysten von Wedbush halten dies kurzfristig für unrealistisch und senkten das Kursziel.

Die Kernpunkte:
  • Investoren fordern Ende der staatlichen Zwangsverwaltung
  • Wedbush senkt Kursziel und zweifelt an schnellem Börsenumzug
  • Fannie Mae verfehlt Gewinnerwartung im vierten Quartal
  • Aktienkurs zeigt deutliche Verluste innerhalb weniger Tage

Oksenholt Capital Management erhöht den Druck auf die US-Regierung. Der Investor, der zusammen mehr als eine Million Fannie-Mae- und Freddie-Mac-Aktien hält, fordert ein Ende der staatlichen Zwangsverwaltung und eine Rückkehr der Papiere an eine der großen US-Börsen. Damit schließt sich die Firma einer wachsenden Gruppe prominenter Investoren an — darunter Bill Ackman.

Aktuell werden Fannie-Mae-Aktien lediglich im OTC-Markt gehandelt. Das sogenannte „Uplisting“ auf eine Hauptbörse sei ein notwendiger Schritt hin zur privatwirtschaftlichen Unabhängigkeit, argumentiert Oksenholt. Die Forderung klingt plausibel — trifft aber auf erhebliche Skepsis.

Wedbush bremst die Erwartungen

Wedbush hat sein Kursziel für Fannie Mae zuletzt deutlich auf 8,00 US-Dollar gesenkt. Die Analysten bezweifeln, dass ein Börsenumzug vor den nächsten Midterm-Wahlen realistisch ist. Der aktuelle Plan sieht einen Kapitalaufbau über sieben bis zehn Jahre vor — kein Zeitrahmen, der schnelle strukturelle Veränderungen begünstigt.

Der Konsens von sechs Brokerhäusern lautet derzeit „Hold“, bei einem durchschnittlichen 12-Monats-Kursziel von 14,30 US-Dollar. Die Spanne zwischen diesem Ziel und dem Wedbush-Kursziel von 8,00 Dollar zeigt, wie weit die Einschätzungen auseinandergehen.

Zahlen und Marktumfeld

Für das Gesamtjahr 2025 meldete Fannie Mae einen Nettogewinn von 14,4 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal waren es 3,5 Milliarden Dollar — mit einem Ergebnis je Aktie von 0,60 Dollar, das die Erwartung von 0,68 Dollar verfehlte. Der Quartalsumsatz von 7,33 Milliarden Dollar traf hingegen weitgehend die Prognosen.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit im Kursverlauf wider. Von 6,10 Dollar am 13. März fiel die Aktie bis zum 17. März auf 5,34 Dollar.

Der breitere Immobilienmarkt sendet derweil gemischte Signale. Die Zahl der ausstehenden Hausverkäufe stieg im Februar laut NAR um 1,8 Prozent — stärker als erwartet. Die 30-Jahres-Hypothekenzinsen schwankten zuletzt zwischen 5,98 und 6,11 Prozent, während die Reallöhne im Jahresvergleich um 0,7 Prozent zulegten. Für Fannie Mae bleibt das Umfeld damit weder eindeutig günstig noch klar belastend — die Debatte über die künftige Struktur des Unternehmens dürfte die Kursentwicklung vorerst stärker prägen als konjunkturelle Daten.

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