Fermi Aktie: Vorstand kippt Neugebauers Sonderversammlung
Der Vorstand von Fermi blockiert die von Ex-CEO Neugebauer initiierte Sonderversammlung und warnt vor Wertvernichtung.

- Vorstand sagt Sonderhauptversammlung ab
- Ex-CEO Neugebauer plant zweiten Anlauf
- Großaktionär Caddis Capital unterstützt Führung
- Aktie legt trotz Jahresverlust leicht zu
Fermi steckt mitten in einem Machtkampf um die Kontrolle des Unternehmens. Der Vorstand hat eine von Ex-CEO Toby Neugebauer angestoßene Sonderhauptversammlung gekippt. Im Hintergrund steht die Frage, wer die Strategie für das KI-Infrastrukturgeschäft bestimmt — und ob ein Verkauf des Unternehmens überhaupt auf den Tisch kommt.
Vorstand blockt Neugebauers Vorstoß
Am 11. Mai bestätigte der Verwaltungsrat über seinen Risiko- und Disclosure-Ausschuss die Absage der für den 29. Mai geplanten Sonderversammlung. Die Begründung fällt deutlich aus: Die Sitzung sei nicht wirksam beantragt worden und sei zuvor bereits durch das Office of the CEO zurückgezogen worden.
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Der Vorstand hält Neugebauers Pläne für riskant. Er wollte neue Direktoren einsetzen lassen und womöglich einen Verkauf erzwingen. Aus Sicht des Gremiums würde das den Interessen der Aktionäre widersprechen und den Wert der Vermögenswerte von Fermi gefährden.
Hinzu kommt der Bruch an der Unternehmensspitze. Neugebauer wurde als CEO abberufen und später aus wichtigem Grund entlassen. Das Unternehmen verweist auf schweres Fehlverhalten und Verstöße gegen Arbeitsvertrag sowie interne Regeln. Unter seiner Führung soll die Aktie um mehr als 80 Prozent gefallen sein.
Unterstützung für den aktuellen Kurs
Rückenwind erhält der Vorstand von Caddis Capital. Der zweitgrößte Aktionär mit 9,3 Prozent Beteiligung stellt sich hinter die derzeitige Führung und lehnt Neugebauers Initiative ebenfalls ab. Auch Caddis sieht die Gefahr, dass ein Verkauf oder ein Austausch des Boards den Unternehmenswert schmälern könnte.
An der Börse kam das gut an. Die Aktie legte nach den jüngsten Mitteilungen um 2,7 Prozent zu. Das Papier bleibt aber angeschlagen: Seit Jahresbeginn liegt es 41,01 Prozent im Minus, notiert mit 4,46 Euro nahe am 52-Wochen-Tief von 4,06 Euro und deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,57 Euro.
Nächster Anlauf steht im Raum
Neugebauer gibt sich nicht geschlagen. Er will nach eigener Darstellung offenbar noch für eine zweite Sonderversammlung Zustimmung von Aktionären einsammeln, diesmal mit einem möglichen Termin um den 30. Juni. Der Vorstand rät den Anteilseignern bereits, diese Zustimmung nicht zu erteilen.
Parallel dazu versucht der Ex-CEO, den Streit um mögliche REIT-Vorgaben zu entschärfen. Er teilte mit, er und seine Familie wollten einen Teil ihrer Aktien an Stiftungen und gemeinnützige Organisationen übertragen. Damit solle Fermi helfen, die 5/50-Regel zu erfüllen, falls das Unternehmen für 2025 oder 2026 den REIT-Status anstrebt.
Für den Markt bleibt Fermi damit ein Titel mit hoher Unsicherheit. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 122,61 Prozent, der Kurs schwankt also heftig. Am Ende entscheidet sich vieles daran, ob Neugebauer mit seinem zweiten Anlauf genug Unterstützung bekommt — oder ob der aktuelle Vorstand die Kontrolle über Project Matador und die KI-Energiepläne behält.
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