Ferrexpo Aktie: Insolvenzverfahren für Poltava Mining
Fitch bewertet die Lage des Eisenerzförderers als kritisch, während ein Gerichtsverfahren gegen die Haupttochter läuft und die Produktion ruht.

- Fitch sieht kritische Risiken
- Insolvenzverfahren gegen Tochtergesellschaft
- Handelsstopp an Londoner Börse
- Produktion vorübergehend eingestellt
Ferrexpo kämpft an mehreren Fronten um seine Existenz. Der Eisenerz-Produzent steht exemplarisch für die massiven finanziellen Nöte ukrainischer Exporteure. Fitch Ratings stuft das Risiko für den Konzern mittlerweile als kritisch ein.
Juristischer Druck auf die Kernsparte
Das Herzstück des Unternehmens ist bedroht. Gegen die wichtigste Tochtergesellschaft, Ferrexpo Poltava Mining, läuft ein Insolvenzverfahren. Ein Gericht in der Region Poltawa verhandelt über eine strittige Forderung von 4,7 Milliarden Hrywnja.
Hintergrund ist ein Rechtsstreit um die mittlerweile insolvente Finance and Credit Bank. Für internationale Investoren sorgt dieses Verfahren für enorme Unsicherheit. Die Liquidität des Konzerns schrumpft unter dem Druck des anhaltenden Konflikts rapide.
Handelsstopp in London hält an
An der Londoner Börse bleibt die Aktie vom Handel ausgesetzt. Die Finanzaufsicht FCA stoppte die Notierung bereits im Mai 2026. Das Unternehmen verpasste die Frist für den geprüften Geschäftsbericht.
Für das Testat fehlt eine wichtige Voraussetzung: der Nachweis der Unternehmensfortführung. Das Management muss dafür erst neue Finanzierungen sichern. Zuletzt notierte das Papier bei 28,58 Pence, nachdem der Marktwert innerhalb eines Jahres massiv eingebrochen war.
Produktion am Limit
Die operative Lage bleibt angespannt. Drohnenangriffe im Schwarzen Meer behindern die Schifffahrt massiv. Um Kapital zu sparen, hat Ferrexpo die Produktion vorübergehend eingestellt.
Ein kleiner Lichtblick war die Bergung eines Frachters mit 55.000 Tonnen hochwertigen Pellets. Das Schiff konnte aus der Gefahrenzone in einen sicheren Hafen geschleppt werden. Diese Ladung ist für die Produktion von „grünem Stahl“ in Europa bestimmt.
Im zweiten Quartal stieg der Ausstoß zuvor um 63 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Trotz dieser Erholung bleibt eine dauerhafte Rückkehr zum vollen Betrieb unwahrscheinlich. Ohne eine baldige Finanzspritze und sicherere Exportrouten bleibt das operative Potenzial stark begrenzt.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




