Ferrexpo Aktie: Voestalpine-Geschäfte unter Prüfung
Parlamentarier in Österreich verlangen formelle Prüfung der Geschäftspraktiken von Ferrexpo. Im Fokus stehen Geldflüsse und Sanktionsverstöße.

- Untersuchungsantrag österreichischer Abgeordneter
- 500 Millionen Dollar Schulden bei Tochterfirma
- Milliardenabflüsse vor Ukraine-Invasion
- Verdacht auf Geldwäsche und Insiderhandel
Ferrexpo gerät politisch unter massiven Druck. Mehrere österreichische Abgeordnete fordern eine formelle Untersuchung der Geschäftspraktiken. Schwere Vorwürfe stehen im Raum.
Massive Geldabflüsse im Fokus
Im Zentrum der Anfrage stehen steuerliche Praktiken und undurchsichtige Geldflüsse. Demnach schuldet der Bergbaukonzern seiner ukrainischen Tochtergesellschaft mindestens 500 Millionen US-Dollar. Parallel dazu flossen vor der russischen Invasion über eine Milliarde Euro an die Aktionäre ab.
Die Abgeordneten nehmen zudem die First-DDSG Logistics Holding unter die Lupe. Der Unternehmer Konstantyn Zhevago kontrolliert diese Firma seit dem Jahr 2010. Der Logistikdienstleister schreibt seit geraumer Zeit rote Zahlen.
Im Jahr 2022 verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 44,80 Millionen Euro. In den Folgejahren summierten sich die Defizite auf jeweils über 40 Millionen Euro. Die Behörden sollen nun prüfen, ob Geschäfte mit dem Partner Voestalpine rechtmäßig waren.
Verdacht auf Geldwäsche
Hierbei stehen mögliche Verstöße gegen Sanktionen im Vordergrund. Auch der Verdacht auf Geldwäsche und Insiderhandel wird laut. Die Abgeordneten fordern eine lückenlose Aufklärung der Finanztransaktionen.
Konstantyn Zhevago unterliegt seit Februar 2025 ukrainischen Sanktionen. Bereits 2022 erfolgte eine Festnahme in Frankreich. Internationale Stellen beobachten die Finanzströme des Bergbauunternehmens und seiner Hintermänner deshalb genau.
Das österreichische Finanzministerium hat sich bisher nicht zur Einleitung einer Prüfung geäußert. Die parlamentarische Initiative erhöht jedoch den Druck auf die Aufsichtsbehörden. Für den Konzern steht die Integrität seiner europäischen Geschäftsbeziehungen auf dem Spiel.
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