Fielmann behält den Durchblick

Wieder einmal hat es die Optikerkette mit Sitz in Hamburg der Konkurrenz gezeigt. Der Rest der Branche verzeichnete im 1. Quartal nur ein langsames Wachstum des Absatzes. Ganz anders Kielmann.

 

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© Pixabay

Daran ändern auch viele Online-Anbieter mit günstigen Preisen nicht viel. Hier kaufen zwar auch viele Kunden, jedoch fehlt einem Großteil das Service-Angebot. Man kann das Gestell nicht probieren, kleinere Korrekturen beim Sitz der Brille werden nicht vor Ort ausgeführt und dann eben auch die persönliche Beratung. Damit kann Fielmann gegenüber dem Online-Geschäft punkten.

 

Fielmann zeigt es der Konkurrenz

Aber auch ebenbürtige Optiker halten bei diesen Zahlen die Luft an. Während der „Standard-Optiker“ im Durchschnitt 2 Brillen pro Tag verkauft, sind es bei Fielmann ganze 35 pro Tag und Filiale.

Und von diesen besitzt Fielmann derzeit 687 in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Polen, den Niederlanden und Luxemburg. Weitere Neueröffnungen sind bereits in Planung.

Im vergangenen Jahr erzielte Fielmann bereits sehr gute Ergebnisse. Insgesamt verkaufte die Kette 7,6 Mio. Brillen, 1 Mio. davon beispielsweise in der Schweiz. Der Umsatz betrug 1,23 Mrd. Euro und stieg damit um 6%. Der Konzerngewinn wurde mit 161 Mio. Euro verdoppelt.

 

Fielmann profitiert von neuem Trend

Insgesamt verkaufte Fielmann im 1. Quartal dieses Jahres 1,87 Mio. Brillen, ein Plus von 20.000 Stück gegenüber der Jahresfrist. Der Umsatz stieg um 3,5% auf 317 Mio. Euro. Beim Vorsteuergewinn gab es eine Steigerung um fast 7% auf 62,8 Mio. Euro.

Einen Grund für den fulminanten Start sieht die Führung von Fielmann in der anhaltend guten Stimmung der Konsumenten. Aber auch der Trend hin zu Gleitsichtbrillen trug seinen Teil zu dem guten Ergebnis bei. Immer mehr Kunden entscheiden sich für diese deutlich teureren Modelle, was sich in den Gewinnen des Unternehmens widerspiegelt.

In diesem Jahr will Fielmann die eigene Marktposition weiter stärken. Absatz, Umsatz und Gewinn sollen erneut gesteigert werden.

 

Erneut Dividendenplus bei Fielmann

Auch die Aktionäre können sich freuen. So ist geplant, 80% der Gewinne an die Anleger auszuschütten. Die Dividende soll um 15 Cent pro Aktie auf 1,60 Euro steigen. Dies entspräche bei heutigem Kurs einer Rendite von 2,64%.

Nachdem vor 14 Tagen bei der Aktie ein neues Jahreshoch bei über 66 Euro erreicht werden konnte, erfolgten anscheinend einige Gewinnmitnahmen. In der Folge gab der Kurs deutlich nach und notiert derzeit bei 60,58 Euro.

150429 Fielmann

Wir gehen davon aus, dass dieser Trend nicht von Dauer sein wird. Die fundamentalen Kennzahlen waren sehr gut und auch ein Einbruch in diesem Jahr ist nicht zu erwarten. Fielmann liegt mit seiner Strategie goldrichtig und sollte weiter in Ihrem Depot bleiben.

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