Fielmann: Die Bullen lassen nicht locker

Glück im Unglück hatte die Optikerkette Fielmann. Denn das man im zweiten Quartal schwächer abschneiden würde, war im Markt schon erwartet worden. So wurden die Ende letzter Woche präsentierten Zahlen zwar kurzzeitig mit kräftigen Kursverlusten quittiert. Doch ging es zum Wochenschluss dann auch ganz schnell wieder in die positive Gegenrichtung.

Denn in den Ergebnissen selbst wurde erkennbar, dass ein Großteil der Rückgänge hauptsächlich auf saisonale Faktoren zurückging und nicht strukturelle Probleme offenbarten. Denn Fielmann wurde quasi Opfer des guten Wetters. So konnte man zwar mehr Sonnenbrillen verkaufen, blieb dagegen bei den margenstärkeren Gleitsicht-Brillen hinter den Erwartungen zurück.

Fielmann mit Abstrichen bei Profitabilität

Insgesamt konnte der Umsatz um 2,3 % auf rund 362 Millionen Euro angehoben werden. Der Brillenabsatz erhöhte sich um 3,4 % auf 2,1 Millionen Stück. Daraus ergab sich letztlich ein Vorsteuerergebnis von knapp 54 Millionen Euro, ein Rückgang um 13 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn sank um fast 5 Millionen Euro auf 37,2 Millionen Euro. Hier machte insgesamt Fielmann auch die Währungsseite zu schaffen, insbesondere im Schweizer Franken. Außerdem erhöhten sich die Personalkosten.

Trotz dieser durchwachsenen Bilanz bleibt Fielmann für das Gesamtjahr aber optimistisch. So will man mit dem Vorsteuerergebnis auf dem Vorjahresniveau abschließen. Absatz und Umsatz sollen erneut steigen.

Aktie holt schnell Verluste auf

Für die Aktie bedeutete die Vorlage der Zahlen einen zeitweise kräftigen Abschlag bis auf 54,85 Euro. Das natürlich auch bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen. Doch schon am Freitag legte der Wert den Hebel um und schaffte einen erneuten Zuwachs um mehr als 3 %. Damit schloss die Aktie die vergangene Börsenwoche auf dem Niveau vor den Zahlen ab. Was auch aus charttechnischer Sicht wichtig ist, da der Bereich um 58 Euro zuletzt als Unterstützung fungierte mit Blick auf einen erneuten Erholungsansatz in Richtung der gleitenden Durchschnitte (50 Tage bei 59,55 Euro und 100 Tage bei 64,10 Euro).

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