Fielmann hält die Fantasie am Leben

Beim Optiker-Konzern Fielmann lief es im vergangenen Geschäftsjahr rundherum gut. Das dürfte auch für die Aktie wichtig sein, nachdem dieses schon eine kräftige Erholung hinter sich gebracht hat und dringend neue Impulse braucht.

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Noch im Oktober vergangenen Jahres hatte sich das Brillen-Imperium Fielmann eher zurückhaltend zu den voraussichtlichen Jahresergebnissen geäußert. Damals rechnete man damit dass das Vorsteuerergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau hereinkommen dürfte. Doch dank eines kleinen Endspurt schaffte es das im MDAX notierte Unternehmen, den Vorsteuergewinn nach vorläufigen Zahlen über den Vorjahreswert zu hieven. Konkret rechnet man nun mit 241 Millionen Euro vor Steuern, während beim Nettoergebnis ebenfalls ein leichter Anstieg von zuvor 170,5 Millionen Euro auf 171 Millionen Euro erwartet wird.

Fielmann setzt auf Expansion

Insgesamt meldete Fielmann einen Anstieg beim Konzernumsatz um 2,9 % auf 1,34 Milliarden Euro. Mit rund 8 Millionen verkauften Brillen gingen rund 2,3 % mehr als im Vorjahr über den Ladentisch. Eine wesentliche Triebkraft dabei ist auch die Expansion im In- und Ausland. Nach Aussagen des Unternehmens will man den Ausbau eigener Filialen weiter vorantreiben, wobei insbesondere Italien ein Schwerpunkt sein wird. Mit der Eröffnung neuer Niederlassungen in Vicenza und Verona rechnet Fielmann zum Ende des ersten Quartals.

Auch die Aktionäre sollen am Erfolg beteiligt werden. So ist eine Dividendenerhöhung von zuvor 1,75 Euro je Aktie auf nun 1,80 Euro geplant. Dies ergebe auf Basis der aktuellen Kurse eine ansehnliche Dividendenrendite von rund 2,6 %.

Rallye vor neuem Schub?

Grundsätzlich dürften die neuen Zahlen helfen, um die kräftige Rallye seit Ende letzten Jahres in der Aktie aufrecht zu erhalten. Dass die Anleger hier bereit sind bei kleineren Schwächen schnell wieder einzusteigen, konnte man in den letzten Wochen sehen als es eine kleine Korrektur auf 68 Euro gegeben hatte. Schafft es die Aktie über die eher psychologisch wichtige Marke von 70 Euro zu springen, dürfte hier wieder mehr Kaufdruck entstehen. Interessierte Anleger sollten entsprechend knapp oberhalb dieses Niveaus einen Stopp-Buy auslegen.

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