Fintech Group: Momentum zieht dank Austria-Deal an

Die Fintech Group hat die Gunst der Stunde genutzt. Nachdem die österreichische Bawag im vergangenen Herbst an die Börse gegangen war, hatte sie angekündigt, ihre bisherige Kooperation in Sachen Bankgeschäft mit der österreichischen Post beenden zu wollen.

In diese Bresche ist nun die Fintech Group gesprungen. Über ein noch zu gründendes 50/50-Joint-Venture wird die Fintech Group zukünftig Finanzdienstleistungen über Postschalter anbieten.

Fintech Group in Austria keine Unbekannte

Dabei dürfte von Vorteil sein, dass die Fintech Group bzw. ihre wichtigste Tochter, der Online-Broker Flatex, in Österreich längst keine Unbekannten mehr sind. Flatex hat derzeit in der Alpenrepublik von 50 % Marktanteil beim Brokerage-Transaktion. Das entspricht rund 2 bis 3 Millionen Transaktionen jährlich, die über die Flatex-Plattform abgewickelt werden.

Flatex bleibt Umsatzbringer

Flatex ist es auch gewesen, die bei den inzwischen ebenfalls präsentierten Halbjahreszahlen einen Großteil des Ergebnisses beitrugen. Insgesamt konnte Fintech Group ihren Umsatz um 18 % auf 58,5 Millionen Euro steigern. Der Nettogewinn legte um 35 % auf 9,4 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr peilt die Fintech Group einen Gewinn von 24 Millionen Euro und einen Umsatz von über 120 Millionen Euro an.

Wie geht es weiter?

Dies und die neue Kooperation konnten in den vergangenen Tagen die Aktie sichtbar beflügeln. Was auch die Charttechnik deutlich verbesserte. Denn der Sprung über die gleitenden Durchschnitte der letzten 50 bzw. 100 Tage hat die Aktie auch über das Juli-Hoch gehoben, womit auch der jüngste Abwärtstrend verlassen werden konnte. Dass es ganz aktuell einige Gewinnmitnahmen gibt, ist nicht überraschend. Doch so lange sich die Aktie über 31 Euro hält, dürfte weiterhin alles im positiven Bereich bleiben.

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