Fintechwerx: 84.100 Dollar Barreserven bei Expansion
Fintechwerx treibt Expansion und Produktumbau voran, während die Barreserven bei nur 84.000 Dollar liegen.

- Kursverlust von 75 Prozent seit Januar
- Operativer Mittelabfluss über 340.000 Dollar
- Joint Venture in Gibraltar geplant
- Einstieg in Kreditvergabe an Firmen
Fintechwerx baut sein Geschäft radikal um. Der Zahlungsdienstleister drängt nach Europa und kauft neue Technologie. Das Problem: Dem Unternehmen geht rapide das Geld aus.
Die Börse straft diesen Spagat ab. Seit Jahresbeginn stürzte der Kurs um rund 75 Prozent ab. Am Montag ging das Papier bei 0,43 Euro aus dem Handel. Die Volatilität bleibt extrem hoch. Anfang Juni setzte die Aufsichtsbehörde den Handel sogar kurzzeitig aus. Kurz darauf startete Fintechwerx seine neue Shopify-Erweiterung EMTWerx 2.0.
Hoher Mittelabfluss
Ein Blick auf die Bilanz erklärt die Nervosität. Fintechwerx meldete zuletzt Barreserven von lediglich rund 84.100 kanadischen Dollar. Der operative Mittelabfluss liegt bei über 340.000 Dollar pro Quartal. Die Folge: Das Management braucht dringend frisches Kapital.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Expansion voran. Fintechwerx plant ein Joint Venture in Gibraltar. Dafür unterzeichnete das Management eine Absichtserklärung mit CardCorp und der Stream Innovation Group. Für 250.000 britische Pfund sichert sich Fintechwerx einen Anteil von 20 Prozent. Damit erhält der Konzern einen regulierten Zugang zum europäischen Zahlungsverkehr.
Einstieg ins Kreditgeschäft
Auch das Kernangebot ändert sich. Der Konzern will in die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen einsteigen. Eine weitere Absichtserklärung regelt den Kauf der Plattform „Ruby Loans“. Diese Software automatisiert Kreditprüfungen.
Fintechwerx will sich zur internationalen Fintech-Holding wandeln. Ohne rasche Einnahmen aus der neuen Shopify-Integration droht ein akuter Liquiditätsengpass. Das Management muss nun beweisen, dass der Umbau vor dem Aufbrauchen der letzten Reserven gelingt.
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