Firefly Aerospace Aktie: 177 Millionen NASA-Auftrag für Mondmission
Firefly Aerospace treibt internationale Expansion voran und prüft Orbitalstarts von Japan und Schweden aus, um die Abhängigkeit von Vandenberg zu reduzieren.

- Aktie legt um 5,47 Prozent zu
- Gespräche mit Hokkaido Spaceport laufen
- Kooperation mit Northrop Grumman an Eclipse-Rakete
- NASA-Auftrag über 177 Millionen Dollar
Firefly Aerospace legt am Montag spürbar zu. Die Aktie gewinnt 5,47 Prozent auf 33,00 Euro. Hinter der Bewegung steckt mehr als nur frische Marktlaune. Der Konzern treibt seine internationale Startstrategie voran und baut parallel an neuen Fähigkeiten für künftige Missionen.
Japan und Schweden im Blick
Besonders wichtig sind die Gespräche mit dem Betreiber des Hokkaido Spaceport in Japan. Firefly prüft dort, ob sich Orbitalstarts mit der Alpha-Rakete umsetzen lassen. Das würde dem Unternehmen einen weiteren Startort in Asien öffnen.
Auch in Schweden laufen Gespräche. Dort geht es um mögliche Starts vom Esrange Space Center. Firefly will damit seine operative Flexibilität erhöhen und die Abhängigkeit von Vandenberg verringern. Für ein Raumfahrtunternehmen ist das ein klarer strategischer Hebel. Je mehr Startfenster und Standorte verfügbar sind, desto besser lässt sich auf Kundenwünsche reagieren.
Breiteres Geschäft, längerer Atem
Hinzu kommt die Entwicklung neuer Programme. Firefly arbeitet gemeinsam mit Northrop Grumman an der Rakete Eclipse. Dafür flossen 50 Millionen Dollar. Außerdem hält das Unternehmen einen NASA-Auftrag über 177 Millionen Dollar im CLPS-Programm. Die Mission zum Südpol des Mondes ist für 2029 vorgesehen.
Das ist wichtig, weil Firefly nicht nur von einzelnen Raketenstarts lebt. Das Geschäft soll breiter werden. Die erste private Mondlandung mit Blue Ghost war ein Meilenstein, aber die Alpha-Rakete bleibt ein gemischtes Kapitel. Von sechs Einsätzen verliefen zwei erfolgreich. Genau deshalb rücken neue Programme und verlässliche Startstandorte so stark in den Vordergrund.
Kurs reagiert auf Fortschritte
Am Markt trifft das auf ein weiter nervöses Umfeld. Die Aktie liegt zwar deutlich über dem Tief von 16,00 Euro, aber auch klar unter dem Hoch von 56,50 Euro. Der Abstand beträgt 41,59 Prozent. Der 14-Tage-RSI von 45 signalisiert derzeit keine Übertreibung in die eine oder andere Richtung.
Der kurzfristige Trend bleibt damit offen. Auf Sicht von sieben Tagen steht noch ein Minus von 13,25 Prozent in der Bilanz, auf 30 Tage sind es minus 2,77 Prozent. Entscheidend wird nun, ob Firefly aus den Gesprächen in Japan und Schweden konkrete Startoptionen macht. Dann hätte die Aktie mehr als nur einen Tagesimpuls im Rücken.
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