Firefly Aerospace Aktie: 75-Millionen-Auftrag der NASA
Ein 75-Millionen-Dollar-NASA-Auftrag und eine Kapitalerhöhung lassen die Firefly-Aktie um fast 19 Prozent steigen.

- NASA-Auftrag über 75 Millionen Dollar
- Aktie steigt um 18,81 Prozent
- Schlüsselrolle bei MoonFall-Mission
- Öffentliche Aktienplatzierung gestartet
Firefly Aerospace legt gerade eine bemerkenswerte Woche hin. Ein neuer NASA-Auftrag über 75 Millionen Dollar trifft auf eine Kapitalerhöhung am Markt. Beides zusammen schiebt die Aktie kräftig an.
Der Kurs sprang in einer Sitzung um 18,81 Prozent auf 58,81 Dollar. Treiber ist vor allem der größere Auftrag aus dem Umfeld der Mondpläne der US-Raumfahrtbehörde. Parallel dazu sorgt die neue Aktienplatzierung für frisches Kapital.
Mondmission stärkt die Story
Firefly übernimmt bei der MoonFall-Mission eine Schlüsselrolle. Das Unternehmen soll vier angetriebene Drohnen zum Südpol des Mondes bringen und dort aussetzen. Der Start ist frühestens für 2028 geplant.
Zum Einsatz kommt die Elytra-Raumsonde. Sie soll in einer rund 45 Tage langen Reise zum Mond fliegen, in den Mondorbit einschwenken und die Drohnen anschließend in etwa 50 Kilometern Höhe freigeben. Die Geräte basieren auf Technologie des Mars-Helikopters Ingenuity und sollen mit mehreren Sprüngen die Oberfläche vermessen.
Für Anleger ist das mehr als ein weiterer Einzelauftrag. Firefly rückt damit näher an ein zentrales NASA-Programm zur langfristigen Mondinfrastruktur.
Kapital kommt, Aktien verwässern sich
Zeitgleich hat Firefly eine öffentliche Aktienplatzierung gestartet. Insgesamt geht es um 12 Millionen Aktien. Davon stammen 4 Millionen aus einer neuen Ausgabe des Unternehmens, 8 Millionen kommen von bestehenden Aktionären.
Die Gesellschaft will den Nettoerlös aus ihrem Anteil für allgemeine Unternehmenszwecke und für den Ausbau neuer Programme nutzen. Die Konsortialbanken erhalten zudem eine 30-tägige Mehrzuteilungsoption über bis zu 1,8 Millionen weitere Aktien.
Die Struktur ist typisch für wachstumsstarke Raumfahrtwerte. Frisches Geld stärkt die Bilanz. Der zweite Teil der Transaktion verschafft Altaktionären Liquidität, bringt aber kein zusätzliches Kapital in die Kasse.
Wachstum trifft auf hohe Verluste
Operativ wächst Firefly schnell. Im ersten Quartal lag der Umsatz bei 80,9 Millionen Dollar. Das waren 40 Prozent mehr als im Vorquartal.
Der Preis für dieses Tempo bleibt hoch. Im selben Zeitraum meldete das Unternehmen einen operativen Verlust von 95,7 Millionen Dollar. Vor allem Forschung und Entwicklung für Trägerraketen und Raumfahrtsysteme drücken auf das Ergebnis.
Für 2026 hält Firefly an der Umsatzprognose fest. Der Vorstand peilt 420 bis 450 Millionen Dollar an. Rückenwind kommt aus dem Auftragsbestand, der zuletzt bei etwa 1,3 Milliarden Dollar lag.
Hinzu kommt eine solide Liquiditätsbasis. Vor der jüngsten Platzierung verfügte Firefly über mehr als 811 Millionen Dollar an Barmitteln und Investitionen. Das gibt dem Konzern Spielraum für mehrere Jahre mit Mond- und Sicherheitsprogrammen.
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