Firefly Aerospace Aktie: 93-Millionen-Dollar-Radarauftrag

Firefly Aerospace meldet mit 117,7 Mio. Dollar Rekordeinnahmen und sichert sich langfristige Partnerschaften mit Lockheed Martin und der NASA.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzrekord von 117,7 Millionen Dollar
  • Lockheed Martin verlängert Vertrag bis 2031
  • NASA-Auftrag für Marsmission SkyFall
  • Analysten bestätigen positive Aussichten

Firefly Aerospace hat das zweite Quartal 2026 mit einem historischen Umsatzrekord abgeschlossen. Am Dienstag vermeldete das Raumfahrtunternehmen Einnahmen in Höhe von 117,7 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von rund 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Mit diesem Ergebnis übertraf der Konzern die Markterwartungen deutlich. Der bereinigte Verlust pro Aktie fiel mit 0,42 US-Dollar zudem höher aus als das von Analysten prognostizierte Minus von 0,22 US-Dollar.

Expansionskurs durch langfristige Partnerschaften

Flankiert wurden die Geschäftszahlen von mehreren strategischen Erfolgen. Lockheed Martin weitete die bestehende Zusammenarbeit mit Firefly massiv aus und verlängerte den Vertrag bis zum Jahr 2031. Diese Vereinbarung sichert dem Unternehmen bis zu 25 dedizierte Starts mit der Alpha-Rakete in der Konfiguration Block II.

Parallel dazu konnte die Konzerntochter SciTec einen bedeutenden Erfolg verbuchen: Die U.S. Space Force beauftragte das Unternehmen mit der Digitalisierung und Modernisierung bodengestützter Radarsysteme. Dieser Festpreisauftrag hat einen Wert von mehr als 93 Millionen US-Dollar.

Auch die US-Raumfahrtbehörde NASA setzt verstärkt auf die Expertise des Unternehmens. Im Rahmen der SkyFall-Marsmission, die für Ende 2028 geplant ist, erhielt Firefly am Dienstag einen Unterauftrag des Jet Propulsion Laboratory. Das Unternehmen soll hierfür die Schutzhülle der Sonde fertigen und liefern. Das Volumen dieses Auftrags wird auf 13 Millionen US-Dollar beziffert.

Analysten bestätigen positive Aussichten

Die Analysten der Bankhäuser bewerteten die operative Dynamik am Mittwoch überwiegend positiv. B. Riley Securities bestätigte die Kaufempfehlung für die Aktie, reduzierte das Kursziel jedoch vor dem Hintergrund der allgemeinen Marktvolatilität von 60,00 auf 50,00 US-Dollar. Zeitgleich bekräftigte Cantor Fitzgerald die Einstufung „Overweight“ und sieht den fairen Wert des Papiers bei 35,00 US-Dollar.

Trotz der starken Nachrichtenlage gab die Aktie gestern im Handel leicht nach. Das Papier schloss bei 22,89 Euro, was einem Minus von 1,4 Prozent entspricht. Auf längere Sicht zeigt der Trend jedoch nach oben: In den vergangenen 30 Tagen konnte der Titel einen Wertzuwachs von 25 Prozent verzeichnen.

Investoren blicken nun gespannt auf das vierte Quartal 2026, für das CEO Jason Kim am Dienstag den Erstflug der Alpha-Rakete in der Block-2-Variante ankündigte. Der Start wurde geringfügig verschoben, um abschließende Belastungstests an der Westküste der USA durchzuführen.

Technologische Weiterentwicklung und Ausblick

Zusätzlich zu den Kernaktivitäten im Raketenbau erweitert Firefly sein Dienstleistungsportfolio. Am Donnerstag wurde ein neuer Kontrakt mit der Defense Innovation Unit und der Space Development Agency bekannt. Dabei geht es um die Entwicklung von Verfahren zum kontrollierten Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphäre unter Nutzung des Elytra-Raumfahrzeugs. Um die Startkapazitäten zu erhöhen, wurde zudem eine Kooperation mit Seagate Space zur Entwicklung einer schwimmenden Offshore-Plattform initiiert.

Bereits im Juni hatte das Unternehmen seine technologische Basis durch die Übernahme von Space-ng für 16 Millionen US-Dollar gestärkt. Der Zukauf spezialisiert sich auf KI-gestützte Navigationssoftware für autonome Systeme. Für das Gesamtjahr 2026 hat die Unternehmensführung die Umsatzprognose auf eine Spanne zwischen 420 Millionen und 450 Millionen US-Dollar festgesetzt.

Gleichzeitig endeten am Mittwoch die Haltefristen für bestimmte Bezugsrechte und Aktienpakete von Führungskräften, was für eine erhöhte Liquidität der im Umlauf befindlichen Anteile sorgt.

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