First Majestic Aktie: Konsolidierung
Nach einer Rally korrigiert die First Majestic Silver Aktie. Das Unternehmen meldete ein Rekordjahr 2025, schwenkt aber 2026 auf eine Strategie mit Fokus auf Profitabilität statt reiner Produktionsmengen.

- Rekordproduktion von 15,4 Mio. Unzen Silber in 2025
- Strategiewechsel für 2026: Marge vor Volumen
- Starke Quartalszahlen mit Gewinn je Aktie von 0,30 USD
- Hohe Investitionen in Ausbau der Los-Gatos-Anlage geplant
Nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen nimmt First Majestic Silver Tempo raus. Auslöser ist weniger eine schlechte Nachricht – sondern ein Mix aus Gewinnmitnahmen und einer strategischen Kurskorrektur, die manche Anleger erst einmal verdauen müssen. Was steckt hinter dem Rücksetzer?
Gewinnmitnahmen trotz Rekordjahr
Operativ kam 2025 für das Unternehmen wie ein Befreiungsakt daher: Die Silberproduktion erreichte mit 15,4 Mio. Unzen einen Rekord – 84% mehr als im Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber war die Integration der Los-Gatos-Operation in Mexiko, die nach der Übernahme im Januar 2025 spürbar auf das Ergebnis einzahlte. First Majestic hält dort 70%.
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Auch abseits der Akquisition lieferte das bestehende Portfolio: San Dimas und La Encantada steigerten die Produktion im Jahresvergleich um 19% bzw. 18%. Zusätzlich stärkte interne Exploration die Perspektive, unter anderem mit der Entdeckung der hochgradigen Santo-Niño-Ader am Standort Santa Elena.
Finanziell untermauerte das Unternehmen den Schwung mit starken Kennzahlen: Für das vierte Quartal 2025 meldete First Majestic 0,30 US-Dollar Gewinn je Aktie und einen Umsatz von 463,92 Mio. US-Dollar – ein Plus von 169,2% gegenüber dem Vorjahresquartal. Zudem wurde eine Quartalsdividende ausgerufen und ein Aktienrückkaufprogramm betont. Trotzdem griffen Marktteilnehmer zuletzt lieber zur Kasse – ein klassisches Muster nach einer Rally.
2026: Weniger Unzen, mehr Marge
Der wohl wichtigste Punkt für die kommenden Monate: Für 2026 erwartet das Management eine Produktion von 13,0 bis 14,4 Mio. Unzen – also weniger als im Rekordjahr. Das ist laut Unternehmen kein Rückschritt, sondern Teil eines Kurswechsels: weg von reiner Mengenmaximierung, hin zu „Marge vor Volumen“.
Konkret wird an Stellschrauben wie Cut-off-Graden gedreht, um bei höheren Metallpreisannahmen wirtschaftlicher zu produzieren. Als Basis nutzt das Management einen Silberpreis von 52 US-Dollar je Unze, um die Verarbeitung auf Profitabilität zu optimieren.
Investitionen und Ausbau bei Los Gatos
Damit die Strategie aufgeht, plant First Majestic für 2026 213 bis 236 Mio. US-Dollar an Investitionen, davon 154 bis 171 Mio. US-Dollar für wachstumsorientierte Projekte. Im Fokus steht der Ausbau der Mühlenkapazität bei Los Gatos: Ziel sind 4.000 Tonnen pro Tag in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Zur Einordnung: Im vierten Quartal 2025 verarbeitete die Anlage 226.900 Tonnen und erreichte dabei eine Silberausbeute von 87%. Parallel soll die Exploration aggressiv weiterlaufen, um Reserven zu ersetzen und die Lebensdauer der Kernassets abzusichern.
Unterm Strich passt die jüngste Schwäche zur typischen Dynamik bei Minenwerten: Nach starken Fundamentaldaten und hoher Volatilität folgt oft eine Phase der Konsolidierung. Auch technisch zeigt sich die Nervosität: Der Titel schloss gestern bei 24,40 Euro und liegt in den letzten sieben Tagen 2,01% im Minus, nachdem die Aktie zuvor auf Monatssicht deutlich zugelegt hatte.
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