First Majestic Silver Aktie: 59,30 Dollar – tiefster Stand seit Dezember
Der Silberpreis fällt auf ein Halbjahrestief und belastet First Majestic. Starker Dollar und Zinserwartungen setzen den Minenwerten zu.

- Silberpreis unter 60 Dollar gefallen
- Starker Dollar belastet Rohstoffsektor
- First Majestic Aktie verliert deutlich
- ING senkt Silberprognosen für 2026
Der Silberpreis ist unter die runde Marke von 60 Dollar gefallen. Das belastet den gesamten Sektor.
Am Mittwoch verlor das Edelmetall knapp 3,7 Prozent und schloss bei 59,30 Dollar je Feinunze. Das ist der tiefste Stand seit Dezember 2025. Kein Wunder, dass die Aktien der Förderer einbrechen.
Starker Dollar setzt Silber zu
Die Ursache liegt im Devisenmarkt. Der Dollar-Index DXY kletterte auf 101,69 Zähler. Ein so hoher Stand wurde zuletzt im Mai 2025 gemessen. Ein starker Dollar macht Rohstoffe für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer. Die Nachfrage sinkt.
Parallel dazu drehen die Zinserwartungen. Das CME FedWatch Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für eine Zinserhöhung im September. Das wäre eine klare Kehrtwende. Höhere Zinsen machen Anleihen attraktiver. Das entzieht dem Silbermarkt Kapital.
ING hat darauf reagiert. Die Bank senkte ihre Silberprognosen deutlich. Für das dritte Quartal erwartet ING nun 68 Dollar je Unze. Für das vierte Quartal 74 Dollar. Bisher lagen die Schätzungen bei 79 und 84 Dollar.
Aktie unter Druck
First Majestic Silber notierte am Mittwoch bei 14,12 Euro. Das sind 10,1 Prozent weniger als eine Woche zuvor. In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Minus auf 19,1 Prozent. Der RSI (14 Tage) liegt bei 37,1. Damit nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich.
Die Aktie notiert 11,3 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 15,92 Euro. Ein klassisches Signal für einen Abwärtstrend. Vom 52-Wochen-Hoch bei 28,79 Euro fehlen über 50 Prozent. Ein Gegenentwurf dazu: das 52-Wochen-Tief lag bei 6,77 Euro. Wer vor einem Jahr kaufte, hat sein Investment dennoch verdoppelt — ein Plus von 102 Prozent.
Balanceakt: starke Zahlen, schwacher Markt
First Majestic stellt sich breiter auf. Im Juni verkaufte das Unternehmen die Del-Toro-Mine in Mexiko an Sierra Madre Gold and Silver. Der Kaufpreis liegt bei bis zu 60 Millionen Dollar. Die Bilanz bleibt solide.
Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte First Majestic einen Rekordquartalsumsatz von 463,9 Millionen Dollar. Der Nettogewinn lag bei 105,2 Millionen Dollar. Die Jahresproduktion erreichte 15,4 Millionen Unzen.
Die nächste Richtung gibt das US-Inflationsdatum vor. Am Freitag folgen die PCE-Daten. Zeigen sie weiter steigenden Preisdruck, könnte die Federal Reserve im September tatsächlich die Zinsen anheben. Für Silber und seine Förderer wäre das ein weiteres Signal für anhaltenden Gegenwind — trotz solider Produktionszahlen.
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