First Majestic Silver Aktie: 90-Millionen-Verkauf von San Martin

First Majestic Silver hebt Produktionsziele an und verkauft San Martin. Das bereinigte Ergebnis verfehlt jedoch die Erwartungen der Analysten.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzsprung um 57 Prozent
  • Jahresprognose für Förderung angehoben
  • Verkauf der Silbermine San Martin
  • Dividende um 217 Prozent erhöht

Der Silberproduzent First Majestic Silver blickt auf ein dynamisches zweites Quartal zurück und reagiert auf die operative Entwicklung mit einer Anhebung der Prognosen für das Gesamtjahr.

Während das Unternehmen einen deutlichen Umsatzsprung verbuchen konnte und seine Förderziele nach oben korrigierte, blieb das bereinigte Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Am heutigen Montag notiert die Aktie im Handel bei 16,22 Euro, was einem Zuwachs von 2,08 % entspricht.

Operative Fortschritte und angepasste Jahresprognose

Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 415,5 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 57 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Getrieben wurde dieses Wachstum vor allem durch operative Gewinne in den Minen Santa Elena und La Encantada.

In der Folge hob das Management die Produktionsziele für das Gesamtjahr 2026 an. First Majestic Silver strebt nun eine Förderung von 14,6 bis 15,5 Millionen Unzen Silber sowie 128.000 bis 135.000 Unzen Gold an.

Trotz des deutlichen Umsatzwachstums und einer Verdoppelung des Nettogewinns auf 109,4 Millionen US-Dollar verfehlte das Unternehmen beim bereinigten Ergebnis die Analystenschätzungen. Mit einem bereinigten Gewinn von 0,21 US-Dollar pro Aktie lag der Wert unter dem Konsens von 0,25 US-Dollar.

Medienberichten zufolge belasteten gestiegene Gesamtkosten (All-In Sustaining Costs, AISC) das Ergebnis. Diese kletterten auf 25,68 US-Dollar pro Unze Silberäquivalent, was das Unternehmen auf einen stärkeren mexikanischen Peso sowie höhere Kosten für die laufende Erschließung zurückführte.

Strategische Neuausrichtung und Fokus auf Nevada

Parallel zu den Quartalszahlen kündigte First Majestic Silver am vergangenen Mittwoch den geplanten Verkauf der stillgelegten Silbermine San Martin an. Die Transaktion soll ein Volumen von 90 Millionen US-Dollar in bar umfassen und voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Ressourcen auf die Kernanlagen zu konzentrieren.

Ein wesentlicher Pfeiler der künftigen Produktion bleibt die Jerritt Canyon Goldmine in Nevada. Das Unternehmen bestätigte, dass der Neustart der Mine für das dritte Quartal 2027 weiterhin im Plan liegt. Für das laufende Jahr sind bereits 75 Millionen US-Dollar für das entsprechende Programm budgetiert. Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie mit einem Abstand von 43,66 % weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 28,79 Euro.

Insideraktivität und attraktive Dividende

Am heutigen Montag wurde zudem ein Anteilsverkauf durch den Gründer und CEO Keith Neumeyer bekannt. Medienberichten zufolge veräußerte Neumeyer 26.666 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 25,87 Kanadischen Dollar. Die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von rund 690.000 Kanadischen Dollar reduzierte seinen Bestand geringfügig um 0,6 %.

Anleger können sich unterdessen über eine erhöhte Ausschüttung freuen. Das Unternehmen deklarierte für das zweite Quartal eine Bardividende von 0,0152 US-Dollar pro Aktie, was einer Steigerung von 217 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Ex-Tag für diese Dividende ist der kommende Freitag, der 14. August, während die Auszahlung für den 31. August terminiert wurde. Zusätzlich unterstrich das Unternehmen sein Vertrauen in die eigene Bewertung durch den Rückkauf und die Vernichtung von 1,2 Millionen Aktien im zweiten Quartal, wofür insgesamt 22,7 Millionen US-Dollar aufgewendet wurden.

Analysten bewerten Cashflow positiv

In den vergangenen Tagen äußerten sich mehrere Analysehäuser zu den Perspektiven des Titels. Heiko Ihle vom Analysehaus H.C. Wainwright bekräftigte am 31. Juli seine Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 26,00 auf 27,00 US-Dollar an. Als Begründung nannte der Experte die starke Generierung des freien Cashflows, der im zweiten Quartal bei 194,6 Millionen US-Dollar lag.

Etwas vorsichtiger positionierte sich Analyst E. Winmill von der Scotiabank am vergangenen Dienstag. Zwar wurde das Kursziel auf 22,50 US-Dollar angehoben, die Einstufung verbleibt jedoch auf „Sector Perform“.

Während die Schätzung für den Gewinn pro Aktie für das laufende Jahr leicht auf 0,69 US-Dollar gesenkt wurde, hob die Bank die Erwartung für das Jahr 2027 auf 0,91 US-Dollar an. Die nächsten detaillierten Einblicke in die Geschäftsentwicklung werden für den 11. November erwartet, wenn der Bericht zum dritten Quartal ansteht.

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