First Majestic Silver Aktie: Dividende steigt um 270 Prozent
First Majestic Silver steigert Umsatz um 53 Prozent auf Rekordniveau, verfehlt aber Analystenerwartungen beim Gewinn je Aktie. Dividende wird massiv erhöht.

- Umsatzrekord von 416 Millionen Dollar
- Gewinn je Aktie verfehlt Erwartungen
- Dividende um 270 Prozent erhöht
- Jahresproduktionsziele nach oben korrigiert
Der kanadische Bergbaukonzern First Majestic Silver hat gestern seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei einen neuen Umsatzrekord erzielt. Das Unternehmen profitierte maßgeblich von der starken Dynamik am Silbermarkt und konnte die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 416 Millionen US-Dollar steigern. Auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verzeichnete einen massiven Sprung und kletterte um 110 Prozent auf 252 Millionen US-Dollar.
Marktreaktion und massive Dividendenerhöhung
Trotz der starken Wachstumsraten beim Umsatz reagierte der Markt verhalten auf die Zahlen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,21 US-Dollar leicht unter den Konsensschätzungen der Analysten, die im Vorfeld mit einem Wert von etwa 0,25 US-Dollar gerechnet hatten. Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 13,06 Euro. Damit verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn einen Rückgang von 10,82 Prozent. Angesichts des bisherigen Jahresverlaufs weist der Titel aktuell einen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von -54,64 Prozent auf.
Das Unternehmen nutzt seine solide Cash-Position von 1,25 Milliarden US-Dollar im Treasury für eine aggressive Kapitalrückführung. Die Dividende wurde im Vergleich zum Vorjahr um 270 Prozent angehoben und soll am 31. August ausgezahlt werden. Zusätzlich führte der Konzern im abgelaufenen Quartal sein bisher umfangreichstes Aktienrückkaufprogramm durch, bei dem 1,2 Millionen eigene Anteile für insgesamt 22 Millionen US-Dollar erworben wurden. Parallel dazu zeigen Daten der institutionellen Eigentümerschaft ein steigendes Interesse: The Manufacturers Life Insurance Company baute ihre Position deutlich aus und hält nun rund 2,15 Millionen Aktien des Silberproduzenten.
Operative Entwicklung und Ausbau der Projektpipeline
Auf der operativen Ebene meldete First Majestic eine Silberproduktion von 3,8 Millionen Unzen für das zweite Quartal. Damit beläuft sich die Gesamtfördermenge für das erste Halbjahr auf 7,3 Millionen Unzen, was genau 50 Prozent der ursprünglichen Jahresprognose entspricht. Infolge der stabilen Betriebsabläufe hob das Management die Ziele für das Gesamtjahr 2026 an. Die Produktion von Silber soll nun um 10 Prozent und die von Gold um 7 Prozent über den ersten Schätzungen liegen. Auffällig ist zudem der Anstieg des Bestands an Fertigerzeugnissen im Inventar auf über eine Million Unzen, nachdem dieser im Vorquartal noch bei 600.000 Unzen gelegen hatte.
Für die künftige Expansion setzt das Unternehmen auf mehrere Schlüsselprojekte. Beim Projekt Santo Niño ist die erste Erzförderung für Ende 2027 geplant; der erste Sprengschuss soll bereits Mitte August erfolgen. Etwa 18 Monate nach der Inbetriebnahme von Santo Niño wird der Start des Navidad-Projekts erwartet. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Neustart der Jerritt-Canyon-Mine im dritten Quartal 2027. Hierfür hat das Unternehmen ein Budget von 75 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Um den operativen Betrieb dort sicherzustellen, wurden bereits 80 Prozent der 45 neu geschaffenen Stellen besetzt. Im Bereich der Exploration bleibt First Majestic ebenfalls aktiv und schloss im ersten Halbjahr Bohrungen über eine Gesamtlänge von 160.000 Metern ab.
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