First Majestic Silver Aktie: Legal & General reduziert um 51,5 Prozent
First Majestic Silver verliert binnen eines Tages über 13 Prozent. Großanleger reagieren mit Käufen und Verkäufen auf die volatile Marktlage.

- Tagesverlust von über 13 Prozent
- Monatsminus von mehr als 18 Prozent
- Institutionelle Anleger handeln gegensätzlich
- Silberpreis leidet unter Zinserwartungen
First Majestic Silver erlebt eine Phase extremer Volatilität. Während der Silbersektor insgesamt unter Druck steht, sortieren institutionelle Schwergewichte ihre Portfolios um. Die Kursverluste der vergangenen Tage markieren eine Zäsur für die kurzfristige Stimmung.
Am Freitag brach die Aktie um 13,31 Prozent ein und schloss bei 14,75 Euro. Innerhalb eines Monats verlor das Papier damit 18,21 Prozent an Wert.
Auf Jahressicht bleibt die Bilanz mit einem Plus von 100,73 Prozent dennoch positiv. Das 52-Wochen-Hoch von 28,79 Euro liegt allerdings in weiter Ferne.
Institutionelle Investoren ziehen Konsequenzen
Großinvestoren reagieren unterschiedlich auf die neue Marktlage. Die Legal & General Group reduzierte ihren Anteil um 51,5 Prozent und verkaufte 458.814 Aktien. TD Asset Management trennte sich derweil von einem kleinen Teil seiner Bestände.
Andere Adressen nutzen die Kursschwäche zum Einstieg. J.W. Cole Advisors steigerte die eigene Position um 282,3 Prozent auf 180.366 Anteile. Auch Branchengrößen wie VanEck und MIRAE bauten ihre Beteiligungen zuletzt aus.
Makroökonomischer Gegenwind belastet
Der Druck auf den Silberpreis resultiert vor allem aus den robusten US-Arbeitsmarktdaten. Diese schüren Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinsen länger hochhalten könnte. Da Silber keine Zinsen abwirft, reagieren Marktteilnehmer in diesem Umfeld traditionell mit Verkäufen.
Operativ meldete das Unternehmen zuletzt einen Umsatzsprung auf 476,67 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 95,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,31 US-Dollar jedoch knapp unter den Erwartungen.
Zusätzlich erhielten Aktionäre am 29. Mai eine Quartalsdividende von 0,0171 US-Dollar je Aktie.
Analysten bewerten die Aktie im Konsens weiterhin als „Moderate Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 25,25 Euro. Das Management fokussiert sich nun auf die Kontrolle der operativen Kosten, um die strategischen Ziele für das restliche Jahr 2026 zu erreichen.
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