First Majestic Silver Aktie: Scharfe Korrektur
Die Aktie des reinen Silberproduzenten verliert deutlich, nachdem sie ein Rekordhoch erreicht hatte. Die operative Performance bleibt mit einer Rekordproduktion stark, doch die hohe Abhängigkeit vom Silberpreis verstärkt die Volatilität.

- Kurs fällt deutlich vom Allzeithoch
- Rekordproduktion von Silber im Vorjahr
- Strategische Neuausrichtung für höhere Margen
- Strukturelle Silberknappheit als langfristiger Vorteil
Mehr als 20 Prozent Kursverlust in einer einzigen Woche — und das, obwohl der Silbermarkt strukturell angespannt bleibt. Die jüngste Korrektur bei First Majestic Silver macht deutlich, was Anleger bei diesem Titel stets einkalkulieren müssen: Wer auf den reinsten Silber-Play im börsennotierten Bergbauuniversum setzt, bekommt die Volatilität des Metalls mit doppelter Wirkung.
Vom Allzeithoch in den Korrekturmodus
Am 27. Februar 2026 markierte die Aktie ihren historischen Schlusskursrekord. Seitdem geht es steil bergab. Allein gestern verlor das Papier rund 7 Prozent und notiert damit knapp 40 Prozent unter dem Allzeithoch — ein deutliches Zeichen, wie schnell sich die Stimmung bei hochvolatilen Rohstoffwerten drehen kann.
Der Auslöser liegt weniger in unternehmensspezifischen Nachrichten als in der allgemeinen Abkühlung bei Edelmetallen. Silber-Futures gerieten unter Druck, und First Majestic reagiert auf solche Bewegungen überproportional. Rund 58 Prozent der Erlöse stammten 2025 aus Silber, insgesamt entfielen 90 Prozent der Umsätze auf Edelmetalle. Diese Konzentration war in der Hausse ein Vorteil — in der Korrektur wirkt sie als Verstärker.
Hinzu kommt ein möglicher technischer Faktor: Die Ausschüttung der Quartalsdividende Mitte März könnte bei einigen einkommensorientierten Anlegern zu Umschichtungen geführt haben. Das Unternehmen hatte angekündigt, die Dividende ab 2026 von einem auf zwei Prozent des vierteljährlichen Nettoumsatzes zu erhöhen — ein Zeichen des Vertrauens in die Ertragskraft, das kurzfristig aber auch Verkaufsdruck erzeugen kann.
Operativ stark, strategisch neu ausgerichtet
Abseits der Kursbewegung bleibt die operative Geschichte bemerkenswert. 2025 produzierte First Majestic Silver 15,4 Millionen Unzen Silber — ein neuer Unternehmensrekord und ein Anstieg von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Übernahme von Gatos Silver erwies sich als zeitlich gut platziert: Sie erhöhte die Silberproduktion genau dann, als die Preise anzogen, und ermöglichte deutlich höhere freie Cashflows als ursprünglich erwartet.
Für 2026 hat das Management bewusst einen anderen Kurs eingeschlagen. Die Produktionsprognose liegt bei 13,0 bis 14,4 Millionen Unzen Silber — weniger als im Rekordjahr. Hinter dieser Entscheidung steckt die Strategie, höhergradige Erze zu fördern, um die Margen bei hohen Silberpreisen zu maximieren und gleichzeitig die Lebensdauer der Kernminen zu verlängern.
Strukturelle Nachfrage als langfristiger Anker
Das makroökonomische Umfeld für Silber bleibt trotz der kurzfristigen Preiskorrektur konstruktiv. 2026 ist bereits das sechste Jahr in Folge, in dem die globale Silbernachfrage das Angebot übersteigt. Elektrofahrzeuge benötigen etwa 50 Gramm Silber pro Fahrzeug — fast doppelt so viel wie Verbrenner — was die industrielle Nachfrage strukturell stützt.
Primäre Silberminen wie die von First Majestic sind selten, weil Silber historisch überwiegend als Nebenprodukt anderer Metallminen anfällt. Diese Knappheit verleiht dem Unternehmen langfristig eine strategische Position. Kurzfristig jedoch gilt: Solange Silberpreise schwanken, wird auch die Aktie schwanken — und das mit erheblicher Hebelwirkung in beide Richtungen.
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