First Majestic Silver Aktie: Steuerstreit vor Einigung

Beide Seiten haben einen Rahmen zur Streitbeilegung vereinbart; eine endgültige Einigung und mögliche Zahlungen bleiben offen.

Die Kernpunkte:
  • Schiedsverfahren gemeinsam vorläufig pausiert
  • Einigungsrahmen steht, Details fehlen
  • Aussetzung läuft bis Ende 2026
  • Mögliche Zahlungen sind noch ungeklärt

Im jahrelangen Rechtsstreit mit Mexiko zeichnet sich eine Lösung ab. First Majestic Silver hat sein NAFTA-Schiedsverfahren gegen die mexikanische Regierung vorläufig auf Eis gelegt, weil beide Seiten sich im Grundsatz auf einen Rahmen zur Beilegung geeinigt haben.

Worum es geht

Im Kern steht eine Altlast: der Steuerstreit um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera (PEM). Das Unternehmen hatte dazu ein Schiedsverfahren nach Kapitel 11 des nordamerikanischen Freihandelsabkommens angestrengt. Seit mehreren Jahren verhandeln beide Seiten parallel über einen Vergleich, in diesem Jahr kamen die Gespräche nach Unternehmensangaben deutlich voran.

Das Schiedsgericht hat nun auf gemeinsamen Antrag die Verfahren ausgesetzt, und zwar bis zum 31. Dezember 2026. Die Zeit soll genutzt werden, um die Einigung auszuarbeiten und umzusetzen. Eine finale Vereinbarung liegt damit noch nicht vor. Vereinbart ist bislang nur ein Rahmen, dessen Details das Unternehmen nicht nennt.

Zeitplan und Szenarien

Die Verhandlungen seien bislang konstruktiv und freundlich verlaufen, teilt First Majestic mit. Das Management zeigt sich optimistisch, dass der Vergleich bis Ende 2026 steht.

Braucht es mehr Zeit, können die Parteien beim Gericht eine Verlängerung der Aussetzung bis ins erste Quartal 2027 beantragen. Scheitert die Einigung dagegen und hält keine Seite weitere Gespräche für aussichtsreich, beantragt First Majestic die Aufhebung der Aussetzung. Das Schiedsverfahren würde dann wieder aufgenommen.

Für das Unternehmen geht es um die Beseitigung einer langjährigen Unsicherheit in seinem wichtigsten Produktionsland. Dort betreibt es vier Untertagebergwerke, darunter San Dimas und Santa Elena. Ein Vergleich mit der Regierung könnte das Verhältnis zu den Behörden entlasten. Die Höhe möglicher Zahlungen oder Zugeständnisse ist bisher offen.

Der nächste feste Termin steht fest: Am 31. Dezember 2026 läuft die Aussetzung aus, sofern sie nicht bis ins erste Quartal 2027 verlängert wird.

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