First Majestic Silver Aktie: Streik drückt Produktion

San Dimas beeinträchtigt die Quartalsproduktion; First Majestic plant zugleich einen Rückkauf von bis zu zehn Millionen Aktien.

Die Kernpunkte:
  • San-Dimas-Streik dauerte zwölf Tage
  • Silberförderung erreichte 3,4 Millionen Unzen
  • La Encantada steigerte die Silbermenge
  • Rückkauf von zehn Millionen Aktien geplant

Ein Arbeitskonflikt in San Dimas kostet First Majestic im dritten Quartal spürbar Silber. Die Förderung erreichte 3,4 Millionen Unzen und damit nur 72 Prozent des Mittelwerts der angepassten Jahresprognose. Parallel dazu erneuert der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm.

San Dimas bremst, La Encantada liefert

Der Streik beeinträchtigte den Betrieb in San Dimas an 12 Tagen. Die Silberproduktion der Mine sackte um 41 Prozent zum Vorjahresquartal ab, die Goldproduktion um 26 Prozent. Die Konzernförderung lag bei Silber 11 Prozent unter dem Vorjahr, bei Gold 17 Prozent darunter. Gegenüber dem Vorquartal fiel das Silberergebnis um 9 Prozent.

Einen Gegenpol setzte La Encantada. Die Mine steigerte die Silberproduktion um 68 Prozent auf rund 967.000 Unzen, getragen von höheren Gehalten und mehr verarbeitetem Erz. Los Gatos förderte 1,25 Millionen Unzen auf Basis des 70-Prozent-Anteils. Dort drückten niedrigere Silbergehalte das Ergebnis, obwohl der Durchsatz um 6 Prozent stieg.

Santa Elena blieb mit 368.333 Unzen Silber ebenfalls unter dem Vorjahr. Die Mine verarbeitete weniger Erz als im Rekordquartal zuvor, weil für die Erweiterung auf 3.500 Tonnen pro Tag Anlagen installiert werden. Im August erzielte sie einen Rekordmonat.

Beim Gold sieht das Unternehmen sich trotz der Störungen im Rahmen der angepassten Prognose. Es förderte 29.552 Unzen, das entspricht 75 Prozent des Prognose-Mittelwerts.

Rückkauf und Jerritt Canyon

Das Unternehmen will ab dem 14. Oktober bis zu 10 Millionen Aktien zurückkaufen, rund 2 Prozent der ausstehenden Papiere. Die Börse in Toronto hat die Absicht zur Meldung angenommen. Das laufende Programm läuft am 13. Oktober aus. Bisher kaufte First Majestic daraus 1,7 Millionen Aktien zu durchschnittlich 23,38 kanadischen Dollar zurück. Genehmigt waren deutlich mehr, die Ausschöpfung blieb also gering.

Zum Wiederanlauf der Goldmine Jerritt Canyon in Nevada meldet das Management Fortschritte, in einigen Bereichen liege man vor dem Plan. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten. Eine Vertikalmühle soll ab dem ersten Halbjahr 2027 auf dem Gelände eintreffen.

CEO Keith Neumeyer will die Prognose halten und die Kosten kontrollieren. Er rechnet damit, den Streik so schnell wie möglich beizulegen. Die Erweiterungen in Santa Elena und Los Gatos sollen demnächst abgeschlossen werden.

Konkrete Zahlen zu Gewinn und Dividende folgen am 5. November vor Börsenöffnung. Am selben Tag um 11:00 Uhr Ostküstenzeit lädt das Unternehmen zur Telefonkonferenz. Dann zeigt sich, wie stark der Streik die Kosten und Margen tatsächlich belastet hat.

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