First Phosphate: Aktie fällt nach Investorenauftritt
Eine Fachstudie bestätigt die Qualität des Bégin-Lamarche-Phosphats; eine mögliche SERV-Absicherung über 212,5 Millionen US-Dollar ist noch offen.

- Aktie verliert am Freitag 5,6 Prozent
- Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei 87 Prozent
- Phosphatkonzentrat erreicht rund 40 Prozent P₂O₅
- SERV stellt Absicherung zunächst in Aussicht
Kursrückgang nach virtuellem Investorenauftritt
Am Donnerstag präsentierte First Phosphate auf der AI & Tech Virtual Investor Conference seine Strategie für eine nordamerikanische Batterielieferkette. Das Unternehmen stellte dabei seine Pläne vor, die Wertschöpfung für Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) von der Mine bis zum Endmarkt zu begleiten. Im regulären Handel am Freitag geriet die Aktie dennoch unter Druck: Das Papier gab um 5,6 Prozent auf 1,32 Euro nach.
Für diese Kursverluste zum Wochenausklang lagen keine unternehmensspezifischen oder marktweiten Ursachen vor. Trotz der jüngsten Konsolidierung bewegt sich der Titel auf Sicht der vergangenen Monate auf hohem Niveau: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 87 Prozent.
Fachstudie belegt Reinheit von Bégin-Lamarche
Inhaltlich stützt sich die Unternehmensstrategie auf die Beschaffenheit des firmeneigenen Vorkommens Bégin-Lamarche. Am 21. September berichtete das Unternehmen über eine begutachtete Untersuchung der Lagerstätte, die im Fachjournal Ore Geology Reviews publiziert wurde. Demnach erreichte das Phosphatkonzentrat des Projekts einen Gehalt von rund 40 Prozent P₂O₅.
Die Analyse bescheinigte dem Material zudem niedrige Anteile an störenden Spurenelementen sowie geringe Chlorwerte. Nach Unternehmensangaben belegen diese geologischen Befunde die Eignung des Vorkommens für die Erzeugung von gereinigter Phosphorsäure. Diese Säure dient als zentraler Grundstoff für die Herstellung von Kathodenmaterialien moderner LFP-Batteriezellen.
Rahmenbedingungen für Minenprojekt in Québec
Neben den geologischen Parametern stehen bei der Entwicklung des Projekts in der kanadischen Provinz Québec auch künftige Investitionen im Blickpunkt. Vor rund zwei Wochen stellte die Schweizer Exportrisikoversicherung (SERV) ein vorläufiges Unterstützungsschreiben aus. Darin stellt die Organisation eine Finanzierungsabsicherung von rund 212,5 Millionen US-Dollar in Aussicht.
Diese Absichtserklärung basiert auf einem veranschlagten Wert förderfähiger Schweizer Exportverträge über 250 Millionen US-Dollar für Maschinen, Ausrüstungen und Verarbeitungsanlagen.
Das Unternehmen stellte klar, dass dieses Schreiben eine Prüfungsgrundlage und noch keine abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung darstellt. Der weitere Projektfortschritt hängt damit maßgeblich von der Umsetzung konkreter Lieferverträge und der finalen Projektfinanzierung ab.
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