First Phosphate Aktie: SERV stellt Absichtserklärung aus

SERV stellt 212,5 Millionen US-Dollar für Schweizer Lieferungen in Aussicht, doch eine verbindliche Kreditfinanzierung für First Phosphate fehlt noch.

Die Kernpunkte:
  • SERV signalisiert mögliche 212,5-Millionen-Dollar-Finanzierung
  • Schweizer Technik für Quebec-Projekt vorgesehen
  • Dänische Garantien bis 275 Millionen CAD sondiert
  • Aktie seit Jahresbeginn 89 Prozent höher

Der kanadische Minenentwickler First Phosphate treibt die Finanzierungsplanung für sein Phosphatvorhaben in der Provinz Quebec voran. Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) hat eine Absichtserklärung für eine mögliche Bestellerkreditfinanzierung über rund 212,5 Millionen US-Dollar ausgestellt.

Die Unterstützung bezieht sich auf Schweizer Lieferungen und Dienstleistungen für die geplante Mine sowie die zugehörige Verarbeitungsanlage in der Region Saguenay–Lac-Saint-Jean.

Im heutigen Handel gibt das Papier leicht nach und notiert bei 1,33 Euro, was einem Tagesminus von 1,9 Prozent entspricht.

Rahmenbedingungen der geplanten Kreditabsicherung

Die von der staatlichen Schweizer Exportkreditagentur SERV in Aussicht gestellte Summe basiert auf einem geschätzten förderfähigen Auftragswert von etwa 250 Millionen US-Dollar. Bei einer Umsetzung würde die Finanzierung 85 Prozent dieses Betrags abdecken. Vorgesehen sind die Mittel für den Erwerb von Schweizer Maschinen, Ausrüstungen sowie damit verbundenen Bau- und Ingenieurdienstleistungen.

Das Unternehmen stellte am Mittwoch zugleich klar, dass diese Erklärung der SERV noch keine rechtlich verbindliche Finanzierungszusage darstellt. Sie dient dem Entwickler vielmehr als Grundlage, um die Beschaffung von Schlüsselkomponenten mit europäischen Lieferanten zu strukturieren.

CEO John Passalacqua hatte die Bedeutung dieses Meilensteins für die Erschließung des Eruptivgestein-Phosphatvorkommens bereits am Dienstag öffentlich hervorgehoben.

Europäische Bausteine in der Finanzierungsstruktur

Die Schweizer Interessensbekundung reiht sich in mehrere Sondierungen des Unternehmens auf dem europäischen Kontinent ein. In einem Analystenbericht mit Kursziel vor rund zwei Wochen, seither verlor die Aktie 7,0 Prozent, wurden bereits weitere Optionen skizziert.

Dazu zählen mögliche Garantien der dänischen Exportkreditagentur EIFO über bis zu 275 Millionen kanadische Dollar sowie Unterstützungsmodelle der italienischen Institutionen SACE, CDP und SIMEST für die geplante Phosphorsäureanlage.

Auch diese Initiativen sind bislang reine Absichtsrahmen und keine abgeschlossenen Verträge. Das Management versucht damit, die beträchtlichen Vorabinvestitionen für das integrierte Projekt über bilaterale Exportkredite und multilaterale Absicherungen abzufedern, bevor die Bauentscheidungen für die Anlagen fallen.

Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Plus von 89 Prozent. Für das Vorhaben in Quebec kommt es in den kommenden Quartalen darauf an, die vorläufigen Absichtserklärungen der europäischen Agenturen in tragfähige, verbindliche Konsortialkredite zu überführen.

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